Die Neue Samm­lung, das Design­mu­se­um in der Pina­ko­thek der Moder­ne, eröff­net mit dem X‑D-E-P-O‑T einen neu­en viel­sei­tig nutz­ba­ren Raum und zeigt dar­in ins­ge­samt rund 30 Design­the­men mit rund 600 Objek­ten. Vie­le der im X‑D-E-P-O‑T prä­sen­tier­ten Objek­te und Inhal­te sind bis­lang noch nicht vor­ge­stellt wor­den. Hier­zu zäh­len Objek­te aus den Samm­lungs­ge­bie­ten Werk­zeu­ge, Ver­pa­ckun­gen, Gaming oder Sekun­där­ar­chi­tek­tur, Mate­ri­al­stu­di­en zu Kar­bon, Flecht­werk, Metall oder Indus­trie­ke­ra­mik, Objekt­bei­spie­le zu den Far­ben Rot und Grün, aktu­el­le The­men wie Medi­cal Design, Nach­hal­tig­keit oder Schutz. Unter den aus­ge­stell­ten Designer*innen sind zahl­rei­che Mit­glie­der von bay­ern design, u.a. Desi­gnaf­fairs, Flu­id Design, Hyve, Moor­mann, Rosen­thal, Sie­mens, Steel­cace (Coales­se).

Das öffent­lich zugäng­li­che X‑D-E-P-O‑T bie­tet vie­le neue Mög­lich­kei­ten. Die Neue Samm­lung zeigt in grö­ße­rem Maß­stab ihren Bestand und prä­sen­tiert ihn damit noch umfäng­li­cher – und dies auf eine sehr spe­zi­fi­sche und ori­gi­nä­re Wei­se. Wie Bild­se­quen­zen wer­den Objek­te in Kon­stel­la­tio­nen gebracht, die ver­schie­de­ne The­men visua­li­sie­ren. Dabei han­delt es sich um Material‑, Form- und Farb­zu­sam­men­hän­ge genau­so wie um Design­ka­te­go­rien, Zeit­sti­le oder aktu­el­le Dis­kur­se. Die Besucher*innen erhal­ten sowohl Ein­bli­cke in die Samm­lungs­ge­schich­te des ältes­ten Design­mu­se­ums der Welt als auch in die inhalt­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen des moder­nen und zeit­ge­nös­si­schen Designs.

Die Neue Samm­lung tritt mit dem X‑D-E-P-O‑T auch in die aktu­el­len Debat­ten über die Gestalt von (Design-)Museen ein. Denn Muse­en, und ins­be­son­de­re Design­mu­se­en, wer­den nicht mehr als Insti­tu­tio­nen ver­stan­den, die ledig­lich sta­tisch ihre Bestän­de als ein end­gül­ti­ges Resul­tat vor­stel­len. Es geht aktu­ell viel­mehr um die Schaf­fung von Archi­tek­tu­ren, die eine ver­schie­de­ne Seman­tik in Bezug auf Raum, Zeit und Nar­ra­ti­on ermög­li­chen. Im X‑D-E-P-O‑T erzäh­len die aus- und vor­ge­stell­ten Din­ge eine ande­re Geschich­te, von ihrer Viel­falt, von der Gleich­zei­tig­keit des Ungleich­zei­ti­gen, vom Pro­zess einer Idee und ihrer Realisierung.

Seit dem 10. Sep­tem­ber ist das X‑D-E-P-O‑T auch digi­tal erfahr­bar mit einer App, die alle aus­ge­stell­te Objek­te umfasst, einem 360° Video, Kurz­fil­men der Kurator*innen, einem Inter­view mit dem Archi­tek­ten Wil­fried Kuehn, Online-Füh­run­gen, einem Insta­gram Fil­ter sowie einem digi­ta­len Sound­board. So ist das X‑D-E-P-O‑T auch orts- und zeit­un­ab­hän­gig erlebbar.

X‑D-E-P-O‑T
Archi­tek­ten: Kuehn Malvezzi
Idee und Kon­zept: Ange­li­ka Nol­lert, Josef Straßer
Kurator*innen: Caro­li­ne Fuchs, Petra Höl­scher, Ange­li­ka Nol­lert, Rosa Caro­le Rodeck, Josef Straßer

Rech­te: Die Neue Samm­lung, Rauman­sicht X‑D-E-P-O‑T Foto Ger­hardt Kellermann