28. April 2021

Time to rethink

Design Edition zur BrauBeviale 2020

Mit der digitalen Design-Sonderschau "time to rethink – Design Edition" zeigt bayern design anlässlich der BrauBeviale 2020 Exponate und Video-Interviews mit ausgewählten Designer*innen und Expert*innen zum Thema Kleinserie. Sie kann eine wichtig Rolle bei der Erschließung neuer Themenfelder spielen.

Deutlich wird auch: Ganz gleich, ob radikaler Wandel oder sanfte Veränderung – am Ende eines ganzheitlichen Designprozesses steht eine Stärkung der eigenen Produkte, der Mitarbeiter*innen und des Außenbildes. Erfolg und Akzeptanz wurden dabei mit Hilfe der Kleinserie erprobt und getestet.

In der digitalen Ausstellung präsentieren bayern design und die NürnbergMesse nicht nur Exponate und Beispiele, sondern durch die ergänzenden Videointerviews auch die Menschen hinter den Exponaten und ihre jeweiligen Perspektiven.

Designer*innen, Unternehmer*innen sowie Expert*innen aus den Bereichen Digitalisierung, Marketing, Produktentwicklung und Nachhaltigkeit stellen in den Videos jeweils ein Exponat zur Schau und erläutern Motivation und Hintergründe. So stellen sie auf unterschiedliche Art und Weise dar, welche neuen Wege sie durch die Kleinserie und die Entwicklung neuer Produkte und Kommunikationswege gehen konnten – sowohl in großen, als auch in kleineren und mittleren Unternehmen. Die Exponate werden in den drei Themenbereichen Digitalisierung, Storytelling und Innovationen präsentiert.

Das Vortragsprogramm von bayern design auf der BrauBeviale Center Stage ergänzt die virtuelle Ausstellung „time to rethink – Design Edition“ anschaulich mit Beiträgen zu neuen Handlungsfeldern in den Design-Bereichen Life-Centered Design, Brand Design und Materialinnovation. Lena Jüngst von air up, Lukas Dudek von taste!, sowie Aart van Bezooijen von Material Stories geben jeweils Expert*innenwissen weiter und erlauben einen Einblick in designorientierte Innovationsarbeit.

Digitalisierung

Digitalisierung verändert Kommunikation und erschafft neue gesellschaftliche Phänomene. Designer*innen eröffnen sich damit neue Optionen in der Gestaltung von Produkten und Marken. Das Physische wird um eine Dimension erweitert: die der Interaktion. Unterschiedliche Wege zeigen die folgenden Exponate auf.

Kilchoman Machir Bay and Sanaig NFC / QR Code Enabled Labels

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Daten von der eigenen Flasche auf das Smartphone zu bringen – dass das technisch bereits sehr gut machbar ist, zeigen mehrere Beispiele unserer Sonderschau: Peter Wills von der schottischen Whiskey-Destillerie Kilchoman setzt auf Near Field Communication (NFC), über die Whiskeyfreund*innen zusätzliche Informationen und Angebote zu Getränk und Marke abrufen können.

La Pettegola Limited Edition

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Noch spektakulärer sind Lösungen mit Augmented Reality, die das Flaschenetikett spielerisch zum Leben erwecken und eine neue Kommunikationsebene zwischen Marke und Kund*innen schaffen. Nicola Pavesi und sein Team von Publifarm haben dies gemacht, indem sie ihre Erfahrungen aus anderen Branchen auf die Zusammenarbeit mit dem Weinlabel „La Pettegola“ übertrugen.

Wien Gin

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Die drei Kesselbrüder aus Wien, die mit dem im Jugendstil gestalteten Wien Gin ihrer Stadt ein Denkmal gesetzt haben, lassen mit der dazugehörigen Augmented Reality-App den Geist aus der Flasche. Die von Florian Koller in Zusammenarbeit mit Design-Studierenden entwickelte App bietet Nutzer*innen unter anderem ein Spiel, mit dem sich bestimmte Wien Gin-Getränke zubereiten lassen.

Die Whiskey-Destillerie Kilchoman setzt auf Near Field Communication (NFC), um mit Kund*innen zu interagieren. (Rechte: Kilchoman)
Die Whiskey-Destillerie Kilchoman setzt auf Near Field Communication (NFC), um mit Kund*innen zu interagieren. (Rechte: Kilchoman)
Whiskey-Destillerie Kilchoman setzt auf Near Field Communication (NFC) (Rechte: Kilchoman)
Whiskey-Destillerie Kilchoman setzt auf Near Field Communication (NFC) (Rechte: Kilchoman)
Publifarm erweckt das Flaschenetikett mit Augmented Reality spielerisch zum Leben. (Rechte: Publifarm)
Publifarm erweckt das Flaschenetikett mit Augmented Reality spielerisch zum Leben. (Rechte: Publifarm)
Publifarm erweckt das Flaschenetikett mit Augmented Reality spielerisch zum Leben. (Rechte: Publifarm)
Publifarm erweckt das Flaschenetikett mit Augmented Reality spielerisch zum Leben. (Rechte: Publifarm)
WienGin lässt mithilfe von AR den Geist aus der Flasche. (Rechte: WienGin)
WienGin lässt mithilfe von AR den Geist aus der Flasche. (Rechte: WienGin)
WienGin lässt mithilfe von AR den Geist aus der Flasche. (Rechte: WienGin)
WienGin lässt mithilfe von AR den Geist aus der Flasche. (Rechte: WienGin)

Innovation

Viele Designer*innen und Unternehmen sind auf der Suche nach neuen, nachhaltigen Materialien, um Produkte und Marken stärker nutzungs- und umweltorientiert zu gestalten. Die Kleinserie kann dabei als Experimentierfeld dienen und die spätere Erweiterung in der Großserie vorbereiten. Das auch in dieser Hinsicht große Potenzial der Kleinserie verdeutlichen beispielhaft die folgenden Exponate.

Bénazet

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Dass mit einer eigenen Flasche ein ikonografisches Alleinstellungsmerkmal für eine Marke geschaffen werden kann, zeigt Mark Braun mit seiner Wodka-Flasche für das Baden-Badener Label Bénazet, die in ihrer Formensprache elegant auf den Produktionsprozess des Getränkes, aber auch auf lokale architektonische Merkmale eingeht.

Bozal Mezcal

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Nicht nur an eine neue Flasche, sondern auch einen komplett neuen Markenauftritt inklusive neuem Material haben sich Kevin Roberson und sein Team vom kalifornischen Swig Studio gewagt: Die Keramikflasche für Bozal Mezcal ist ein gelungenes Objekt, das tradierte Gefäße und Herstellungsweisen neu interpretiert.

BOTTLE BOX

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Christoph Böninger von Auerberg entwickelte für ein Ausstellungsprojekt der Neuen Sammlung die BOTTLE BOX, eine aus hochwertiger Eiche und Esche gefertigte, vielfach einsetzbare Getränkekiste, inspiriert von der reduzierten Formensprache des Ulmer Hockers.

Inuru

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Licht ist das neue Schwarz. Marco Graeber vom Start-Up INURU aus Berlin präsentiert neue Einsatzwege für OLED-Technologie und druckt Leuchtelemente auf Labels. Die Verpackungen und Etiketten können die aktiv kommunizieren: nach Berührung leuchten sie und können potenziell auch Animationen und Videos darstellen.

LARQ

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Mit einer neuartigen Trinkflasche, die sich über UV-Strahlen selbst reinigt, setzt Justin Wang, CEO und Mitgründer von LARQ aus Kalifornien, auf neue technologische Einsatzmöglichkeiten.

Letterbox Wine

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Santiago Navarro und sein Team von Garçon Wines sehen sich mit ihrem neuen „Letterbox Wine“ als radikale Disruptor*innen des gesamten Weinmarktes. Im Schnitt von vorne unverändert zeigt sich ihre aus recyceltem PET hergestellte Weinflasche von der Seite als abgeflachte Alternative, die so problemlos durch Briefschlitze im britischen Letterbox-Format passt und somit vor allem für Online-Händler*innen die Distribution entscheidend vereinfacht.

up2u / MuC – My useful Cup

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Gänzlich neue Produkte für den To-Go-Markt entwickeln Martin Gruber und sein Team von up2u aus Nürnberg. Sie haben mit MuC – my useful cup einen To-Go-Becher auf den Markt gebracht, der sich praktisch und platzsparend verkleinern lässt.

Udo Duo

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Die Produktdesignerin Carina Frings von Udo Duo aus Köln verzichtet dagegen vollständig auf den Becher und präsentiert einen flexiblen Coffee-to-go-Mehrwegdeckel, der auf eine Vielzahl von Tassen passt. So kann man fast jede Tasse in einen Mehrwegbecher verwandeln.

E6PR Biodegradable Can Carriers

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Einen Schritt weiter geht Jorge Reynoso aus Mexico-City mit E6PR, dem Eco Six-Pack Ring. Der Halter für Getränkedosen besteht aus biologisch abbaubarem und essbarem Material und trägt somit zu einer sauberen Umwelt bei.

Die Wodka-Flasche von Mark Braun für Bénazet geht in ihrer Formensprache elegant auf den Produktionsprozess des Getränkes und lokale architektonische Merkmale ein. (Rechte: Mark Braun / Bénazet)
Die Wodka-Flasche von Mark Braun für Bénazet geht in ihrer Formensprache elegant auf den Produktionsprozess des Getränkes und lokale architektonische Merkmale ein. (Rechte: Mark Braun / Bénazet)
Die Wodka-Flasche von Mark Braun für Bénazet geht in ihrer Formensprache elegant auf den Produktionsprozess des Getränkes und lokale architektonische Merkmale ein. (Rechte: Mark Braun / Bénazet)
Die Wodka-Flasche von Mark Braun für Bénazet geht in ihrer Formensprache elegant auf den Produktionsprozess des Getränkes und lokale architektonische Merkmale ein. (Rechte: Mark Braun / Bénazet)
Swig Studio haben sich für Bozal Mezcal an eine Neuinterpretation der tradierten Gefäße und Herstellungsweisen gewagt. (Rechte: Swig Studio / Bozal Mezcal)
Swig Studio haben sich für Bozal Mezcal an eine Neuinterpretation der tradierten Gefäße und Herstellungsweisen gewagt. (Rechte: Swig Studio / Bozal Mezcal)
Swig Studio haben sich für Bozal Mezcal an eine Neuinterpretation der tradierten Gefäße und Herstellungsweisen gewagt. (Rechte: Swig Studio / Bozal Mezcal)
Swig Studio haben sich für Bozal Mezcal an eine Neuinterpretation der tradierten Gefäße und Herstellungsweisen gewagt. (Rechte: Swig Studio / Bozal Mezcal)
Die BOTTLE BOX von Christoph Böninger von Auerberg, eine vielfach einsetzbare Getränkekiste, ist in Die Neue Sammlung aufgenommen. (Rechte: Christoph Böninger/Auerberg)
Die BOTTLE BOX von Christoph Böninger von Auerberg, eine vielfach einsetzbare Getränkekiste, ist in Die Neue Sammlung aufgenommen. (Rechte: Christoph Böninger/Auerberg)
Das Start-Up INURU aus Berlin präsentiert neue Einsatzwege für OLED-Technologie und druckt Leuchtelemente auf Labels. (Rechte: Inuru)
Das Start-Up INURU aus Berlin präsentiert neue Einsatzwege für OLED-Technologie und druckt Leuchtelemente auf Labels. (Rechte: Inuru)
Justin Wang von LARQ setzt auf UV-Strahlen für eine selbstreinigende Trinkflasche. (Rechte: LARQ)
Justin Wang von LARQ setzt auf UV-Strahlen für eine selbstreinigende Trinkflasche. (Rechte: LARQ)
Justin Wang von LARQ setzt auf UV-Strahlen für eine selbstreinigende Trinkflasche. (Rechte: LARQ)
Justin Wang von LARQ setzt auf UV-Strahlen für eine selbstreinigende Trinkflasche. (Rechte: LARQ)
Santiago Navarro hat für Garçon Wines mit „Letterbox Wine“ eine Weinflasche aus recyceltem PET hergestelt, die problemlos durch Briefschlitze passt. (Rechte: Santiago Navarro / Garçon Wines)
Santiago Navarro hat für Garçon Wines mit „Letterbox Wine“ eine Weinflasche aus recyceltem PET hergestelt, die problemlos durch Briefschlitze passt. (Rechte: Santiago Navarro / Garçon Wines)
Santiago Navarro hat für Garçon Wines mit „Letterbox Wine“ eine Weinflasche aus recyceltem PET hergestelt, die problemlos durch Briefschlitze passt. (Rechte: Santiago Navarro / Garçon Wines)
Santiago Navarro hat für Garçon Wines mit „Letterbox Wine“ eine Weinflasche aus recyceltem PET hergestelt, die problemlos durch Briefschlitze passt. (Rechte: Santiago Navarro / Garçon Wines)
Martin Gruber von up2u aus Nürnberg hat mit „MuC – my useful cup“ einen flexiblen, platzsparenden To-Go-Becher entwickelt. (Rechte: up2u)
Martin Gruber von up2u aus Nürnberg hat mit „MuC – my useful cup“ einen flexiblen, platzsparenden To-Go-Becher entwickelt. (Rechte: up2u)
Mit dem flexiblen Coffee-to-go-Mehrwegdeckel von Carina Frings von Udo Duo aus Köln lässt sich fast jede Tasse in einen Mehrwegbecher verwandeln. (Rights: Carina Frings / UdoDuo)
Mit dem flexiblen Coffee-to-go-Mehrwegdeckel von Carina Frings von Udo Duo aus Köln lässt sich fast jede Tasse in einen Mehrwegbecher verwandeln. (Rights: Carina Frings / UdoDuo)
Mit dem flexiblen Coffee-to-go-Mehrwegdeckel von Carina Frings von Udo Duo aus Köln lässt sich fast jede Tasse in einen Mehrwegbecher verwandeln. (Rights: Carina Frings / UdoDuo)
Mit dem flexiblen Coffee-to-go-Mehrwegdeckel von Carina Frings von Udo Duo aus Köln lässt sich fast jede Tasse in einen Mehrwegbecher verwandeln. (Rights: Carina Frings / UdoDuo)
Einen biologisch abbaubaren und essbaren Halter für Getränkedosen hat Jorge Reynoso mit E6PR aus Mexico-City entwickelt. (Rechte: Jorge Reynoso / E6PR)
Einen biologisch abbaubaren und essbaren Halter für Getränkedosen hat Jorge Reynoso mit E6PR aus Mexico-City entwickelt. (Rechte: Jorge Reynoso / E6PR)

Storytelling

Strategische Gestaltung nutzt unterschiedliche Narrative und bindet Designelemente in eine klare Corporate Identity ein. Die Kleinserie erlaubt es, einen Schritt mehr zu wagen als sonst: Dass mit mutigem und ungewöhnlichem Storytelling nicht nur große, sondern auch kleine Unternehmen auffallen können, zeigen einige der folgenden Beispiele.

#selfiebud

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Ein perfektes Feingefühl für gesellschaftliche Phänomene hatten Julie Rutigliano und Fernando Passos von der New Yorker Agentur Jones Knowles Ritchie. Für die „#selfiebud“-Kampagne spiegelten sie einfach das Etikett auf Budweiser-Flaschen damit es bei mit dem Smartphone aufgenommenen Selfies lesbar ist. Die Kampagne dieses einfachen und analogen Eingriffes ging viral und bescherte dem Team mit dem „D&AD Wood Pencil“ eine der prestigeträchtigsten Auszeichnung der Werbebranche.

Cántir 2020

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Mit „Càntir 2020“ gestaltete der spanische Industriedesigner André Ricard die diesjährige Edition für das Museu del Càntir in Argentona. Er beweist eindrucksvoll, wie ein jahrhundertealter Alltagsgegenstand neu gestaltet werden kann. Der 2,5-Liter-Behälter für den Hausgebrauch kann direkt zum Trinken verwendet werden oder um daraus zu servieren. Inspiriert ist er von den traditionellen katalanischen Cantirs, die durch natürliche Transpiration den Inhalt kühlen, und wurde aus umweltfreundlichen und nachhaltigen Materialien wie rotem Ton und grüner Glasur hergestellt.

Twenty Stories

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Mit „Twenty Stories“ gelang dem griechischen Caparo Studio eine wunderbar illustrative Kampagne, die das 20-jährige Bestehen von Lidl Hellas mit zwanzig unterschiedlichen Geschichten auf Weinetiketten zelebriert. Das Projekt wurde mit dem „D&AD Wood Pencil 2020“ honoriert, einer der prestigeträchtigsten Auszeichnung der Werbebranche.

M!LCH

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Soziale Verantwortung übernehmen Lisa Reimann (LESS Studio) und Silke Philipps-Deters (Designforum Rheinland-Pfalz) gemeinsam mit 13 weiteren Frauen, die ein Weißwein-Cuvée aus dem Rheinland mit einem bewusst überraschendem Markenauftritt auf den Markt brachten. Der Erlös von M!LCH kommt „discovering hands“ zu Gute, einem Verein, der sehbehinderte Frauen zu medizinisch-taktilen Brustkrebs-Untersucherinnen ausbildet.

Reservoir

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Mit den Konsumgütern unserer Gesellschaft setzt sich auch der Schweizer Produktdesigner Dimitri Bähler auseinander. Für das tunesische Design-Label Marlo&Isaure entwickelte er eine Serie handgefertigter Pitcher und Trinkgläser, die aus recyceltem Glas hergestellt werden. Im Gegensatz zum Produktionsprozess ist das Kollektionsdesign von archetypischen massenproduzierten Gläsern und Flaschen inspiriert. Alle Gläser sind stapelbar.

SameSame

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Laura Jungmann entwickelte aus ihrer Diplomarbeit gemeinsam mit dem Glasbläser Cornelius Réer die Produktreihe SameSame. Die Serie wird in der Glaswerkstatt aus handelsüblichen Glasflaschen hergestellt. Standardisierte Massenprodukte werden so zu hochwertigen, individuellen Einzelstücken. Die industriell gefertigten Flaschen werden dabei sowohl ästhetisch als auch funktional verwandelt. Die Flasche bleibt zwar eindeutig erkennbar, doch wird ihre Ästhetik eine gegensätzliche.

the bottled bar

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Ebenfalls illustrativ arbeitet Eva Wünsch, die mit ihrem Collage-Stil für „the bottled bar“ – trinkfertige Mixgetränke - auf traditionelles Material zurückgreift, jedoch mit einem behutsamen und aufmerksamen Auge für eine diverse und vielfältige Gesellschaft.

Ein gutes Gespür für die Social-Media-Tauglichkeit hatte die Agentur Jones Knowles Ritchie bei der #selfiebud-Kampagne für Budweiser. (Rechte: JKR Global)
Ein gutes Gespür für die Social-Media-Tauglichkeit hatte die Agentur Jones Knowles Ritchie bei der #selfiebud-Kampagne für Budweiser. (Rechte: JKR Global)
Ein gutes Gespür für die Social-Media-Tauglichkeit hatte die Agentur Jones Knowles Ritchie bei der #selfiebud-Kampagne für Budweiser. (Rechte: JKR Global)
Ein gutes Gespür für die Social-Media-Tauglichkeit hatte die Agentur Jones Knowles Ritchie bei der #selfiebud-Kampagne für Budweiser. (Rechte: JKR Global)
Mit dem „Càntir 2020“ bewies André Ricard eindrucksvoll, wie ein jahrhundertealter Alltagsgegenstand neu gestaltet werden kann. (Rechte: Andre Ricard / Museu del Cantir)
Mit dem „Càntir 2020“ bewies André Ricard eindrucksvoll, wie ein jahrhundertealter Alltagsgegenstand neu gestaltet werden kann. (Rechte: Andre Ricard / Museu del Cantir)
Mit dem „Càntir 2020“ bewies André Ricard eindrucksvoll, wie ein jahrhundertealter Alltagsgegenstand neu gestaltet werden kann. (Rechte: Andre Ricard / Museu del Cantir)
Mit dem „Càntir 2020“ bewies André Ricard eindrucksvoll, wie ein jahrhundertealter Alltagsgegenstand neu gestaltet werden kann. (Rechte: Andre Ricard / Museu del Cantir)
Für die illustrative Jubiläums-Kampagne von Lidl Hellas erschuf Caparo eine Kleinserie mit zwanzig unterschiedlichen Geschichten auf Weinetiketten. (Rechte: Caparo Design Crew / Lidl Hellas)
Für die illustrative Jubiläums-Kampagne von Lidl Hellas erschuf Caparo eine Kleinserie mit zwanzig unterschiedlichen Geschichten auf Weinetiketten. (Rechte: Caparo Design Crew / Lidl Hellas)
Für die illustrative Jubiläums-Kampagne von Lidl Hellas erschuf Caparo eine Kleinserie mit zwanzig unterschiedlichen Geschichten auf Weinetiketten. (Rechte: Caparo Design Crew / Lidl Hellas)
Für die illustrative Jubiläums-Kampagne von Lidl Hellas erschuf Caparo eine Kleinserie mit zwanzig unterschiedlichen Geschichten auf Weinetiketten. (Rechte: Caparo Design Crew / Lidl Hellas)
Ein Weißwein-Cuvée mit überraschenden Markenauftritt: Mit dem Erlös von „Trinkt mehr M!LCH“ wird die Ausbildung sehbehinderten Frauen zu medizinisch-taktilen Brustkrebs-Untersucherinnen unterstützt. (Rechte: Designstudio Mathilda Mutant)
Ein Weißwein-Cuvée mit überraschenden Markenauftritt: Mit dem Erlös von „Trinkt mehr M!LCH“ wird die Ausbildung sehbehinderten Frauen zu medizinisch-taktilen Brustkrebs-Untersucherinnen unterstützt. (Rechte: Designstudio Mathilda Mutant)
Ein Weißwein-Cuvée mit überraschenden Markenauftritt: Mit dem Erlös von „Trinkt mehr M!LCH“ wird die Ausbildung sehbehinderten Frauen zu medizinisch-taktilen Brustkrebs-Untersucherinnen unterstützt. (Rechte: Designstudio Mathilda Mutant)
Ein Weißwein-Cuvée mit überraschenden Markenauftritt: Mit dem Erlös von „Trinkt mehr M!LCH“ wird die Ausbildung sehbehinderten Frauen zu medizinisch-taktilen Brustkrebs-Untersucherinnen unterstützt. (Rechte: Designstudio Mathilda Mutant)
Der Schweizer Produktdesigner Dimitri Bähler entwickelte für das tunesische Design-Label „Marlo&Isaure“ eine Serie handgefertigter Pitcher und Trinkgläser aus recyceltem Glas.(Rechte: Dimitri Bähler / Marlo&Isaure)
Der Schweizer Produktdesigner Dimitri Bähler entwickelte für das tunesische Design-Label „Marlo&Isaure“ eine Serie handgefertigter Pitcher und Trinkgläser aus recyceltem Glas.(Rechte: Dimitri Bähler / Marlo&Isaure)
Der Schweizer Produktdesigner Dimitri Bähler entwickelte für das tunesische Design-Label „Marlo&Isaure“ eine Serie handgefertigter Pitcher und Trinkgläser aus recyceltem Glas. (Rechte: Dimitri Bähler / Marlo&Isaure)
Der Schweizer Produktdesigner Dimitri Bähler entwickelte für das tunesische Design-Label „Marlo&Isaure“ eine Serie handgefertigter Pitcher und Trinkgläser aus recyceltem Glas. (Rechte: Dimitri Bähler / Marlo&Isaure)
Designerin Laura Jungmann und Glasbläser Cornelius Réer verwandeln mit der Produktreihe SameSame handelsübliche Glasflaschen in hochwertige, individuelle Einzelstücke. (Rechte: SAMESAME)
Designerin Laura Jungmann und Glasbläser Cornelius Réer verwandeln mit der Produktreihe SameSame handelsübliche Glasflaschen in hochwertige, individuelle Einzelstücke. (Rechte: SAMESAME)
Designerin Laura Jungmann und Glasbläser Cornelius Réer verwandeln mit der Produktreihe SameSame handelsübliche Glasflaschen in hochwertige, individuelle Einzelstücke. (Rechte: SAMESAME)
Designerin Laura Jungmann und Glasbläser Cornelius Réer verwandeln mit der Produktreihe SameSame handelsübliche Glasflaschen in hochwertige, individuelle Einzelstücke. (Rechte: SAMESAME)
Eva Wünsch greift für „the bottled bar“ – trinkfertige Mixgetränke - zwar auf traditionelles Material zurück, beweist damit jedoch ein aufmerksames Auge für eine diverse und vielfältige Gesellschaft. (Rechte: Eva Wünsch)
Eva Wünsch greift für „the bottled bar“ – trinkfertige Mixgetränke - zwar auf traditionelles Material zurück, beweist damit jedoch ein aufmerksames Auge für eine diverse und vielfältige Gesellschaft. (Rechte: Eva Wünsch)
Eva Wünsch greift für „the bottled bar“ – trinkfertige Mixgetränke - zwar auf traditionelles Material zurück, beweist damit jedoch ein aufmerksames Auge für eine diverse und vielfältige Gesellschaft. (Rechte: Eva Wünsch)
Eva Wünsch greift für „the bottled bar“ – trinkfertige Mixgetränke - zwar auf traditionelles Material zurück, beweist damit jedoch ein aufmerksames Auge für eine diverse und vielfältige Gesellschaft. (Rechte: Eva Wünsch)

Vorträge

Das Vortragsprogramm von bayern design auf der BrauBeviale Center Stage ergänzt die virtuelle Ausstellung „time to rethink – Design Edition“ anschaulich mit Beiträgen zu neuen Handlungsfeldern in den Design-Bereichen Life-Centered Design, Brand Design und Materialinnovation. Lena Jüngst von air up, Lukas Dudek von taste!, sowie Aart van Bezooijen von Material Stories geben jeweils Expert*innenwissen weiter und erlauben einen Einblick in designorientierte Innovationsarbeit.

Lukas Dudek von taste!: "60 Jahre Almdudler: "Ein Designrelaunch als Wachstumschance"

Sich treu zu bleiben heißt nicht zwangsläufig, rückständig zu sein. Pünktlich zum 60. Geburtstag der österreichischen Marke Almdudler sollte die Kultlimo einer Frischzellenkur unterzogen werden. Doch anstatt einfach nur das Design aufzufrischen, wurde es konzeptionell weiterentwickelt. Mit Hilfe eines intelligenten Designrelaunchs wurde die österreichische Marke damit nicht nur pünktlich zum 60-jährigen Jubiläum modernisiert, sondern strategisch für neue Marktsegmente geöffnet. Lukas Dudek, Geschäftsführer der begleitenden Agentur taste! food & beverage communication, berichtet in seinem Vortrag, welche Aspekte leitend waren, um durch den Markenrelaunch zugleich eine Wachstumschance für die Marke zu eröffnen.

Lena Jüngst von air up: "Warum life-centered Design die Zukunft ist"

Lena Jüngst ist Mitgründerin von air up, ein weltweit einzigartiges Trinksystem, das Wasser nur durch Duft Geschmack verleiht. air up ist die erste Getränke-Alternative, die Geschmack komplett ohne Zucker, Aromen oder andere Zusätze im Wasser möglich macht. Zudem benötigt air up 50 mal weniger Plastik und 1000 mal weniger CO2 im Transport im Vergleich zu ähnlichen abgefüllten Getränken. Die neue air up-Technologie löst damit gleich zwei Probleme der heutigen Zeit und richtet sich an gesundheitsbewusste Konsumenten, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. In ihrem Vortrag verrät Lena Jüngst, wie ihr Startup life-centered design nutzte, um eine echte Innovation für eine anspruchsvolle Zielgruppe zu erfinden und erfolgreich im Markt zu etablieren.

Prof. Aart van Bezooijlen von Material Stories: "Nachhaltige Materialien für zukunftsfähiges Verpackungsdesign"

Verpackungen können eine große Hilfe sein, um Produkte während des Transports zu schützen, sie können als Informationsträger dienen und ihren Inhalt präsentieren. Andererseits stellen sie aufgrund ihrer relativ kurzen Lebensdauer ein wachsendes Problem dar, da sie Ressourcen verbrauchen und Abfall erzeugen, der oft nur schwer zu entsorgen oder wieder zu verwerten ist. In seinem Vortrag geht Aart van Bezooijlen der Frage nach, wie man damit umgehen kann. Der Materialexperte ist Gründer von Material Stories, eine Agentur, die Materialconsulting, Materialrecherchen, Innovationsworkshops, Vorträge und Trend Reports anbietet. Zudem lehrt Van Bezooijen als Professor für Material- und Technologietransfer an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

 

Alle Vorträge wurden am 10. November 2020 um 15 Uhr live über die digitale Messe-Plattform der BrauBeviale gestreamt und von Sebastian Schnellbögl, Projektmanagement bei bayern design GmbH, moderiert.

Im Anschluss sind die Online-Vorträge auf den Internetseiten der Messe BrauBeviale veröffentlicht. (Registrierung notwendig).