1. Juni 2021

MCBW START UP Design for Change

Start-ups und Designer*innen neh­men in der Ent­wick­lung zu einer nach­hal­ti­gen und inno­va­ti­ven Wirt­schaft und Gesell­schaft eine beson­de­re Rol­le ein. Sie ent­wi­ckeln rich­tungs­wei­sen­de Anwen­dun­gen für neue Tech­no­lo­gien oder den­ken und gestal­ten Kreis­läu­fe von Pro­duk­ten und Dienst­lei­tun­gen oft auf völ­lig neue Wei­se. Inner­halb des MCBW-Rah­men­the­mas „Shaping futures by Design“ wid­me­te sich MCBW START UP 2021 des­halb den viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten, wie jun­ge Unter­neh­men den Wan­del und die Zukunft mit­ge­stal­ten können.

Die vir­tu­el­le Aus­stel­lung MCBW START UP gab einen inspi­rie­ren­den Über­blick über aktu­el­le The­men und Ent­wick­lun­gen der Start-up-Sze­ne in Bay­ern. Die Prä­sen­ta­ti­on beleuch­te­te vor allem öko­lo­gisch und sozi­al gestal­te­te Pro­duk­te sowie digi­ta­le und tech­no­lo­gi­sche Anwen­dun­gen aus den Berei­chen Archi­tek­tur, Health­ca­re, Innen­ein­rich­tung, künst­li­cher Intel­li­genz, Mobi­li­tät und Mode. In einem eigens für MCBW START UP gestal­te­ten, vir­tu­el­len Aus­stel­lungs­raum waren alle Besucher*innen ein­ge­la­den, die vor­ge­stell­ten Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen inter­ak­tiv zu entdecken.

Ein Sym­po­si­um ver­tief­te die The­men von MCBW START UP in zwei the­ma­ti­schen Panels. Die Teil­neh­men­den dis­ku­tier­ten, wel­che Rol­le Design spielt, um die wich­tigs­ten nach­hal­ti­gen und inno­va­ti­ven Ent­wick­lun­gen und Tech­no­lo­gien in die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen von mor­gen zu über­füh­ren. Mit dem The­ma „Cir­cu­lar Design“ unter­such­te das ers­te Panel, wie Gründer*innen Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen mit neu­en Mate­ria­li­en und ent­lang öko­lo­gi­scher Kreis­läu­fe gestal­ten und pro­du­zie­ren kön­nen. Der Fokus des zwei­ten Panels lag auf tech­ni­schen Inno­va­tio­nen in den Berei­chen der künst­li­chen Intel­li­genz und der vir­tu­el­len Rea­li­tät. Die Podi­ums­dis­kus­si­on wur­de live aus dem MCBW Forum in der Hoch­schu­le Fern­se­hen und Film HFF Mün­chen gestreamt.

Wäh­rend der gesam­ten Design­wo­che gaben Kooperationspartner*innen mit Work­shops, Sprint­ses­si­ons und Coa­chings kon­kre­te Hil­fe­stel­lung für die erfolg­rei­che Ent­wick­lung von Start-ups. Design­me­tho­den und Krea­tiv­tech­ni­ken erleich­ter­ten den dis­zi­plin­über­grei­fen­den Wis­sens­trans­fer für Start-ups und zukünf­ti­ge Gründer*innen aus der Designbranche.

Die von bay­ern design initi­ier­te Platt­form unter­stütz­te wäh­rend der MCBW 2021 bereits zum sieb­ten Mal den geziel­ten Aus­tausch zwi­schen desi­gnori­en­tier­ten Start-ups, Designer*innen, Expert*innen aus der Wirt­schaft sowie einem brei­ten Publikum.

Aus­stel­lung

Die öffent­li­che vir­tu­el­le Aus­stel­lung MCBW START UP prä­sen­tier­te in die­sem Jahr vor allem öko­lo­gisch und sozi­al gestal­te­te Pro­duk­te sowie digi­ta­le und tech­no­lo­gi­sche Anwen­dun­gen aus den Berei­chen Archi­tek­tur, Health­ca­re, Innen­ein­rich­tung, künst­li­cher Intel­li­genz, Mobi­li­tät und Mode. In einem eigens für MCBW START UP gestal­te­ten, vir­tu­el­len Aus­stel­lungs­raum waren alle Besucher*innen ein­ge­la­den, die vor­ge­stell­ten Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen inter­ak­tiv zu entdecken.

Die vir­tu­el­le Aus­stel­lung prä­sen­tier­te jun­ge Fir­men, die durch ihr Design und ihren inno­va­ti­ven unter­neh­me­ri­schen Ansatz her­vor­ste­chen. Sie alle ver­deut­li­chen anhand ihrer Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen anschau­lich, wie Design als Metho­de, Ent­wick­lungs­um­ge­bung und Gestal­tungs­werk­zeug von Gründer*innen in allen Ent­wick­lungs­pha­sen erfolg­reich ein­ge­setzt wird. Das Spek­trum reicht von den Berei­chen Archi­tek­tur und Innen­ein­rich­tung über Gesund­heit und Pfle­ge, Mode bis zu E‑Mobilität und künst­li­cher Intelligenz.

Das Münch­ner Green Tec Start-up Eco­fa­rio bei­spiels­wei­se hat einen Kleinst­par­ti­kel­fil­ter ent­wi­ckelt, der Was­ser ohne phy­si­sche Fil­ter selbst von kleins­tem Mikro­plas­tik befreit. Zugleich ist der Auf­bau des High-G-Sepa­ra­tors mit nur neun Ein­zel­tei­len sehr ein­fach und war­tungs­freund­lich gestaltet.

Im Bereich Gesund­heit ist das inter­dis­zi­pli­nä­re Start-up-Team Puray aus Stu­die­ren­den und Absolvent*innen der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen aktiv. Ihr Hand­des­in­fek­ti­ons­ge­rät soll mit­hil­fe von UVC-Licht­wel­len alle bekann­ten Krank­heits­er­re­ger auf der Haut eli­mi­nie­ren, ohne dabei mensch­li­che Zel­len zu schä­di­gen, und ist intui­tiv und kon­takt­los zu bedienen.

Intui­ti­ve Benutz­bar­keit ist auch bei Qwel­lo ein zen­tra­ler Aspekt. Das Start-up ent­wi­ckelt Lade­säu­len für E‑Fahrzeuge für den Stadt­raum mit mini­ma­lem Platz­ver­brauch und ori­en­tiert sich an den Abläu­fen einer klas­si­schen Tank­säu­le. Zusätz­lich zeigt eine Mobi­le App die Ver­füg­bar­keit eines Lade­plat­zes und erlaubt Reservierungen.

Hyper­ga­nic, eine Soft­ware­platt­form für weg­wei­sen­des Design und Engi­nee­ring, gestal­tet Objek­te mit einer künst­li­chen Intel­li­genz, die dann auf indus­tri­el­len 3D-Dru­ckern aus­ge­ge­ben wer­den, unter ande­rem für so inno­va­ti­ve Anwen­dun­gen wie Raketentriebwerke.

Ech­te Hand­ar­beit dage­gen zeich­net das Start-up nojin aus. Die öko­lo­gi­sche und gen­der­neu­tra­le Kol­lek­ti­on der Nürn­ber­ger Manu­fak­tur kom­bi­niert zeit­lo­ses und viel­sei­ti­ges Design mit Hand­werks­kunst, was die Lang­le­big­keit der Slow-Fashion-Pro­duk­te gewähr­leis­tet. Um Mate­ri­al­ver­schwen­dung zu mini­mie­ren, wird nur nach Bedarf in klei­nen Men­gen gefertigt.

Mit dabei waren dar­über hin­aus die Unter­neh­men Ambi­le­tics mit nach­hal­ti­ger Yoga­mo­de, CAA­LA, ein digi­ta­ler Assis­tent für nach­hal­ti­ges Ent­wer­fen, frei­sicht eye­we­ar mit Bril­len aus Mas­siv­holz, kom­mod Klein­mö­bel, MARI&ANNE Natur­kos­me­tik, OUTEN­TIC modu­la­re Ruck­sack­sys­te­me, Sau­se nach­hal­ti­ge Schaum­sei­fe, Sen­sor­her­stel­ler tac­ter­ionTji­ko Modul­bau und urban­doo Loo­pschals mit Atemfilter.

Die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen kön­nen in einem eigens gestal­te­ten, vir­tu­el­len Aus­stel­lungs­raum inter­ak­tiv ent­deckt wer­den. Ent­wi­ckelt wur­de die vir­tu­el­le Aus­stel­lung exklu­siv für die MCBW zusam­men mit Schroe­der Rauch und Stu­dio Jes­ter Blank.

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Die Video­in­ter­views der Aus­stel­lung sind auch ein­zeln über unse­re You­Tube-Play­list MCBW START UP 2021 verfügbar.

Sym­po­si­um

Das Sym­po­si­um ver­tief­te die The­men von MCBW START UP mit einer Rei­he hoch­ran­gi­ger Gäs­te aus der Design­wirt­schaft und wur­de live aus dem MCBW Forum in der Hoch­schu­le Fern­se­hen und Film HFF in Mün­chen gestreamt. Den Mit­schnitt kön­nen Sie hier ansehen.

Das Sym­po­si­um ver­tief­te die The­men von MCBW START UP mit einer Rei­he hoch­ran­gi­ger Gäs­te aus der Design­wirt­schaft. In zwei The­mens­lots wur­de dis­ku­tiert, wel­che Rol­le Design spielt, um die wich­tigs­ten nach­hal­ti­gen und inno­va­ti­ven Ent­wick­lun­gen und Tech­no­lo­gien in die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen von mor­gen zu implementieren.

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Die Panels wur­den mode­riert von Desi­gn­jour­na­lis­tin Mar­ti­na Metz­ner und im Live-Stream aus dem MCBW Forum in der Hoch­schu­le Fern­se­hen und Film HFF in Mün­chen über­tra­gen (Mitschnitt-Dauer1:57 Std.).

Panel 1 dis­ku­tier­te zum The­ma Nach­hal­tig­keit und Cir­cu­lar Design für Start-ups:

Panel 2 dreh­te sich um digi­ta­le Inno­va­ti­on und Design für Start-ups (in eng­li­scher Sprache):

Das Sym­po­si­um rich­te­te sich mit Impuls­vor­trä­gen und kur­zen Q&A‑Sessions an Start-ups, Unter­neh­men und Design­in­ter­es­sier­te, die sich über die Zusam­men­ar­beit mit Designer*innen in Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen infor­mie­ren möchten.

Work­shops

Wäh­rend der gesam­ten Design­wo­che gaben Kooperationspartner*innen mit Kurz­work­shops, Sprint­ses­si­ons und Coa­chings kon­kre­te Hil­fe­stel­lung für die erfolg­rei­che Ent­wick­lung von Start-ups.

Anhand von Design­me­tho­den und Krea­tiv­tech­ni­ken boten die Work­shops einen dis­zi­plin­über­grei­fen­den Wis­sens­trans­fer für Start-ups und zukünf­ti­ge Gründer*innen.

Design­me­tho­den für For­schung und Wissenschaft

Dipl.- Ing. Archi­tekt und Dipl.-Kfm. Chris­tos Chant­z­aras und Dipl- Des. Tobi­as Förtsch vom Depart­ment of Archi­tec­tu­re der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen stell­ten Design­me­tho­den und ‑werk­zeu­ge vor, mit deren Hil­fe grün­dungs­in­ter­es­sier­te Forscher*innen in der Lage sind, ihre For­schung in visio­nä­re Kon­zep­te für die gebau­te Umwelt umzu­set­zen. Hür­den bestehen­der Use Cases in städ­ti­schen Umge­bun­gen wur­den eben­so dis­ku­tiert wie deren Poten­zia­le, ein­schließ­lich Fra­gen der Nach­hal­tig­keit. Dane­ben ging es um Grün­dungs­the­men wie Visi­on und Mis­si­on, Wer­te­ver­spre­chen, Nut­zungs­kon­text­ana­ly­se, Aus­wir­kun­gen und Unternehmensidentität.

Lab: Design Your Future

Das Stra­scheg Cen­ter for Entre­pre­neurs­hip (SCE), das Grün­dungs­zen­trum der Hoch­schu­le Mün­chen, lud Caro­lin Kun­ert (Grün­de­rin von Knis­ter Grill) und Juli­an Krauss (Design Stra­te­gist bei FLU­ID DESIGN GmbH) in sein Inno­va­tions-Café ein. Sie ver­mit­tel­ten, war­um sich Entre­pre­neu­re unbe­dingt mit dem The­ma Design aus­ein­an­der­set­zen soll­ten. In ihren Kurz­vor­trä­gen the­ma­ti­sie­ren sie unter ande­rem, wie Design dabei hilft, ein Start-up erfolg­reich zu machen, wie man Lösun­gen für ein ech­tes mensch­li­ches Pro­blem ent­wi­ckelt und wie man her­aus­fin­den kann, wel­che Pro­duk­te und Ser­vices in der Zukunft noch rele­vant sein werden.

Crea­ti­ve Entre­pre­neurs­hip – Grün­den in Music, Arts & Media

Im Work­shop pit­chen die drei aktu­el­len Start-ups des Wave­lab Start up Inku­ba­tors der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter Mün­chen ihre Geschäftsideen.

Die Start-ups sind aus den The­men­be­rei­chen Music Video Con­fe­ren­cing (Siri­us), Vir­tu­al Rea­li­ty Expe­ri­en­ces für Muse­en (Time­Le­ap­VR) und dem Erschaf­fen einer Platt­form für Digi­ta­le Kunst (Sureal). Sie berich­ten von ihren Erfah­run­gen mit dem Design von Ser­vices, Pro­duk­ten und Pro­zes­sen bei der Ent­wick­lung ihrer Ideen und dem Auf­bau ihrer Unter­neh­men. Anschlie­ßend waren die Workshop-Teilnehmer*innen zu einer Dis­kus­si­on über die Rol­le von Design im Ideen­ent­wick­lungs­pro­zess ein, die von Jule Schrö­der vom Wave­lab mode­riert wurde.

Vom Pro­to­typ­ing zum Testing

Leo­nie Moos, Head of Pro­gram bei Grace – Acce­le­ra­te Fema­le Entre­pre­neurs­hip in Ber­lin, und Susan­ne Schee­rer, Seni­or Stra­te­gy, Design, Con­cept und Con­tent Lead bei der Inno­va­tions- und Stra­te­gie­be­ra­tung igno­re gra­vi­ty, führ­ten in das Rapid Pro­to­typ­ing ein und zeig­ten im Work­shop wie ein ers­tes Test­sze­na­rio ent­wor­fen wird. Der Work­shop rich­te­te sich an Gründer*innen und Start-ups, die her­aus­fin­den wol­len, wie eine Idee zu einem ers­ten Pro­to­typ wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann, um die­sen mit poten­zi­el­len Nutzer*innen oder Kund*innen zu tes­ten. Sie erkun­de­ten, wie Ideen güns­tig, aber wir­kungs­voll pro­to­ty­pi­siert wer­den kön­nen, wie ohne big tech eine Erfah­rung geschaf­fen wer­den kann, die sich mit Kund*innen tes­ten lässt und wert­vol­le und wir­kungs­vol­le Lern­schrit­te ermöglicht.