Phy­to­p­hi­lia

Ein Design­ge­spräch

Design­ge­spräch | Online-Event
26. Januar 2023
16:00 – 19:00

Designer:innen haben schon immer zur Gestal­tung der mate­ri­el­len Kul­tur bei­getra­gen. Das macht sie zu maß­geb­li­chen Akteur:innen im Kon­text des trans­for­ma­ti­ven Wan­dels. Die­se Podi­ums­dis­kus­si­on zielt daher dar­auf ab, den Dis­kurs über rege­ne­ra­ti­ve Per­spek­ti­ven im Design an Design­stu­die­ren­de und Design­pro­fis her­an­zu­tra­gen, die an Mate­ri­al­ent­schei­dun­gen für neue Kon­sum­pro­duk­te und Lebens- und Arbeits­um­ge­bun­gen erheb­lich betei­ligt sind. Sie sind oft selbst die Initia­to­ren zukunfts­ori­en­tier­ter Per­spek­ti­ven, um die gro­ßen öko­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit anzugehen.

Ein Bei­spiel dafür ist das Pro­jekt Phy­to­p­hi­lia der däni­schen Desi­gne­rin Sara Mar­tin­sen. In ihrem Pro­jekt erforscht sie die ästhe­ti­schen und funk­tio­na­len Poten­zia­le von Pflan­zen­fa­sern, die für die Berei­che Pro­dukt- und Tex­til­de­sign, ange­wand­te Kunst und Archi­tek­tur von gro­ßer Rele­vanz sind, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf trans­for­ma­ti­ve Veränderungen.

 
 
 
 

Das Design­ge­spräch nimmt das Pro­jekt von Sara Mar­tin­sen als Aus­gangs­punkt für einen Dis­kurs. Dabei wer­den Fra­gen zu mög­li­chen Anwen­dun­gen und öko­lo­gisch rele­van­ten Aspek­ten von Pflan­zen­fa­sern auf­ge­wor­fen: Ist die Ver­wen­dung von Pflan­zen­fa­sern im Design immer mit Nach­hal­tig­keit gleich­ge­setzt wer­den? Las­sen sich Konsument:innen durch natür­li­che Mate­ri­al­äs­the­tik lang­fris­tig in ihren Kauf­ent­schei­dun­gen beein­flus­sen? Wel­che Bedeu­tung hat die mate­ri­el­le Kul­tur im All­ge­mei­nen für Nach­hal­tig­keit und trans­for­ma­ti­ven Wandel?

Die­se und ande­re Fra­gen sol­len mit Referent:innen aus Design, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft dis­ku­tiert werden.

Anmel­dung

Der Event (in Eng­lisch) fin­det kos­ten­frei über zoom statt. Der Link wird Ihnen nach der Anmel­dung zugeschickt.

Ver­an­stal­tet wird der Event von Symbio(s)cene, eine gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on, die zur Ent­wick­lung neu­er, nach­hal­ti­ger Welt­an­schau­un­gen bei­tra­gen und das Den­ken jen­seits des Anthro­po­zäns för­dern will. Das Auf­zei­gen neu­er Sicht­wei­sen ist ein wich­ti­ger Schlüs­sel für den so drin­gend not­wen­di­gen Wan­del. Symbio(s)cene steht für einen ganz­heit­li­chen Ansatz, der den trans­dis­zi­pli­nä­ren Dia­log zwi­schen den Wis­sen­schaf­ten und den Küns­ten för­dert, ins­be­son­de­re die Ver­knüp­fung ihrer unter­schied­li­chen Wis­sens­kul­tu­ren, Ansät­ze und Metho­den. Ziel ist es, sowohl der kogni­ti­ven als auch der emo­tio­na­len Dimen­si­on von Wis­sens­schaf­fungs­pro­zes­sen Raum zu geben und damit neue Per­spek­ti­ven für ein nach­hal­ti­ges Mensch-Natur-Ver­hält­nis und eine lebens­wer­te Zukunft zu eröffnen.

Die ästhe­ti­schen und sen­so­ri­schen Qua­li­tä­ten der Pflan­zen­fa­sern der Phy­to­p­hi­lia-Enzy­klo­pä­die kön­nen zudem in der beglei­ten­den Phy­to­p­hi­lia-Aus­stel­lung in Mün­chen vom 20. Janu­ar bis 31. März 2023 in der Gale­rie Cul­ture­s­phe­re phy­sisch erlebt wer­den. Jeden Frei­tag um 18:00 Uhr gibt es kos­ten­lo­se Füh­run­gen durch die Ausstellung.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie, der Macro­me­dia Hoch­schu­le und der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mün­chen (TUM).