23. März 2022

Aus­stel­lung: Bay­ern. Gebau­te Moderne

Bay­ern – das bedeu­tet in der Archi­tek­tur­ge­schich­te des 20. Jahr­hun­derts eine außer­ge­wöhn­li­che und gelun­ge­ne Balan­ce aus Tra­di­ti­on und Avant­gar­de. Die­ser wid­met sich die Son­der­aus­stel­lung „Bay­ern. Gebau­te Moder­ne“, die vom 2. April bis 6. Juni 2022 in Vaters­dorf nahe Lands­hut zu sehen ist.

Zwi­schen 1919 und 1933 ent­stan­den in Bay­ern zahl­rei­che Bau­wer­ke, von denen eini­ge, erbaut als eine Melan­ge aus Tra­di­ti­on und Moder­ne, als Aus­weg aus dem His­to­ris­mus und Weg­be­rei­ter die­nen, ande­re bereits als Iko­nen der klas­si­schen Moder­ne gel­ten kön­nen. Der Neue Geschichts­bo­den zeigt in Koope­ra­ti­on mit archi­tek­tur und kunst lands­hut e.v. in der eigens kon­zi­pier­ten Aus­stel­lung die­se groß­ar­ti­ge Archi­tek­tur in groß­for­ma­ti­gen Schwarz-Weiß-Fotos des Foto­gra­fen Jean Moli­tor, die wis­sen­schaft­lich von Dr. Kai­ja Voss beglei­tet werden.

Alle wich­ti­gen, gro­ßen Bau­auf­ga­ben die­ser Zeit wer­den in her­aus­ra­gen­den Gebäu­den auf­ge­grif­fen: Über die wich­tigs­te Mani­fes­ta­ti­on des Neu­en Bau­ens in Süd­deutsch­land, der „Baye­ri­schen Post­bau­schu­le“ unter Robert Vorhoel­zer, hin­aus ent­ste­hen Sied­lun­gen des sozia­len Woh­nungs­baus neben außer­ge­wöhn­li­chen Sakral­bau­ten, Wohn­häu­sern und Indus­trie­ge­bäu­den. Die neu­en Funk­tio­nen ver­lan­gen ein gänz­lich neu­es archi­tek­to­ni­sches Den­ken. Namen wie Richard Rie­mer­schmid, Robert Vorhoel­zer, Hans Döll­gast oder Fritz Land­au­er ste­hen für die­sen Aufbruch.

Nach der Zäsur der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Herr­schaft und des 2. Welt­kriegs baut Bau­haus­grün­der Wal­ter Gro­pi­us in den baye­ri­schen Orten Selb und Amberg zwei Indus­trie­ge­bäu­de, Inku­nab­len der moder­nen Archi­tek­tur. Prot­ago­nis­ten wie der Münch­ner Archi­tekt Sep Ruf knüp­fen an die inter­na­tio­na­le Moder­ne an.

Ver­nis­sa­ge mit archi­tek­tur­his­to­ri­schen Expert*innen
Eröff­nung der Aus­stel­lung ist am Frei­tag, 1. April 2022, 19.00 Uhr. Es spre­chen Prof. Win­fried Ner­din­ger, Archi­tek­tur­his­to­ri­ker und Prä­si­dent der Baye­ri­schen Aka­de­mie der Schö­nen Küns­te, Dr. Kai­ja Voss, Archi­tek­tur­his­to­ri­ke­rin, Jean Moli­tor, Foto­graf, und Dr. Ste­fan­je Wein­mayr, Kuratorin

Öff­nungs­zei­ten der Ausstellung:
Sams­tag und Sonn­tag von 14 bis 18 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung. Bit­te beach­ten Sie auch die Son­der­öff­nungs­zei­ten auf der Home­page von Geschichts­bo­den. Der Ein­tritt ist frei.

Ver­an­stal­tun­gen rund um die Ausstellung

Sams­tag, 14. Mai: Ein Tag in Vatersdorf

  • 11.00 Uhr Kura­to­ren­füh­rung durch die Aus­stel­lung mit Dr. Kai­ja Voss
  • 14.00 Uhr Podi­ums­ge­spräch: Leben für/in/mit einem Denkmal
  • Mit Dr. Sabi­ne Wei­gand MdL, Mit­glied des Baye­ri­schen Lan­des­denk­mal­ra­tes, Bern­hard Aver­beck-Kell­ner und Nor­bert Aver­beck, Das Ver­stär­ker­amt Pfaf­fen­ho­fen, Dr. Ste­fan­je Weinmayr

Mitt­woch, 1. Juni: Gro­pi­us baut für Rosen­thal. Mythos – Mar­ke­ting – Geschichte

  • 19.30 Uhr: Vor­trag von Ira Maz­zo­ni, Archi­tek­tur­his­to­ri­ke­rin und Kunstjournalistin

Die Ver­an­stal­ten­den bit­ten um Anmel­dung zu den Ver­an­stal­tun­gen auf geschichtsboden.de.