28. Oktober 2020

Aus­ge­zeich­net: Inter­ak­ti­ves Trai­ning für Parkinsonkranke

Eli­sa­beth Klug und Mari­us Grei­ner, Stu­die­ren­de des Inte­grier­ten Pro­dukt­de­signs an der Hoch­schu­le Coburg, haben ein Bewe­gungs­the­ra­pie-Gerät für Par­kin­son­kran­ke ent­wi­ckelt. Dafür erhiel­ten sie nun eine Aner­ken­nung beim Mia-Seeger-Preis.

Das The­ra­pie­ge­rät „Joi“ ist das Ergeb­nis der Stu­di­en­ar­beit von Eli­sa­beth Klug und Mari­us Grei­ner im Fach „Ent­wer­fen & Kon­stru­ie­ren“ bei Prof. Wolf­gang Schab­bach. Bis­her besteht es nur als Kon­zept, aber die Tech­nik ist zum Bei­spiel aus Spiel­kon­so­len bekannt. Eine wei­ße Schei­be an der Wand zeigt eine leuch­ten­de Figur, die aus­sieht wie ein Strich­männ­chen. Die Figur bewegt sich, hebt Arme und Bei­ne in gro­ßen Bewe­gun­gen. Ahmen Nutzer*innen die Bewe­gun­gen nach, wer­den die­se von einer Kame­ra erfasst und eben­falls an die Wand pro­ji­ziert. Ist die Bewe­gung kor­rekt aus­ge­führt, leuch­tet die Pro­jek­ti­on inten­siv auf.

Als Anwen­dungs­feld zum The­ma „Technologie:Vision“ kamen die bei­den Stu­die­ren­den über Ges­ten- und Bewe­gungs­er­ken­nung auf die Par­kin­so­n­er­kran­kung. Das Kon­zept der Stu­die­ren­den setzt auf Inter­ak­ti­on zwi­schen Mensch und Maschi­ne. Es ergänzt Medi­ka­men­ten­be­hand­lung und klas­si­sche Phy­sio­the­ra­pie. Auch wenn es die Krank­heit nicht hei­len kön­ne, das Gerät kön­ne dazu bei­tra­gen, die Beweg­lich­keit län­ger zu erhal­ten, so Eli­sa­beth Klug.

Pro­fes­sor Schab­bach hebt das Beson­de­re am Kon­zept sei­ner Stu­die­ren­den her­vor: „Sie haben ein Trai­nings- und Bewe­gungs­ge­rät ent­wi­ckelt, das Par­kin­son-Erkrank­te an das Trai­ning zu Hau­se erin­nert, moti­viert und beglei­tend durch die ein­zel­nen Übun­gen führt. Es unter­stützt den Wunsch nach einem selbst­be­stimm­ten Leben.“