11. Februar 2019

REI­NE FORM­SA­CHE – Porzellanausstellung

Die Por­zel­lan­aus­stel­lung „REI­NE FORM­SA­CHE – Vom Bau­haus-Impuls zum Design­la­bor an der Burg Gie­bichen­stein“ wid­met sich im Bau­haus­jahr dem The­ma Por­zel­lan, Design und Archi­tek­tur. Das Por­zel­lani­kon – Staat­li­ches Muse­um für Por­zel­lan nimmt in der gro­ßen Son­der­aus­stel­lung die Burg Gie­bichen­stein Kunst­hoch­schu­le Hal­le in den Blick, die neben dem Bau­haus ein­fluss­reichs­te deut­sche Kunst­schu­le. Dabei wer­den nicht nur in einer „Chro­nik“ Por­zel­lan­ent­wür­fe aus­ge­wähl­ter Leh­re­rIn­nen und Absol­ven­tIn­nen von 1915 bis heu­te prä­sen­tiert, dar­un­ter Mar­gue­ri­te Fried­la­en­der und Ger­hard Marcks, son­dern auch im „Design­Lab“ Por­zel­lan­vi­sio­nen der Stu­die­ren­den heu­te vorgestellt.

Die Burg Gie­bichen­stein Kunst­hoch­schu­le Hal­le brach­te bis heu­te eine Viel­zahl renom­mier­ter Por­zel­lan-Desi­gne­rIn­nen her­vor. Mit rund 1200 Expo­na­ten ist die Schau die umfang­reichs­te Aus­stel­lung zum Por­zel­lan im Bau­haus-Jahr. Neben dem rei­chen Bestand aus der Samm­lung des Por­zel­lani­kons wur­den von zahl­rei­chen leih­ge­ben­den Insti­tu­tio­nen und Per­so­nen aus dem In- und Aus­land Iko­nen des Designs zu einer fas­zi­nie­ren­den Schau zusammengetragen.

„Chro­nik – Die Por­zel­lan­ent­wür­fe aus­ge­wähl­ter Leh­rer und Absol­ven­ten 1915 bis heu­te“

Der Aus­stel­lungs­teil ver­eint 750 Expo­na­te der bedeu­tends­ten Desi­gne­rIn­nen und Design Iko­nen des vom Bau­haus inspi­rier­ten Por­zel­lans aus den ver­gan­ge­nen 100 Jah­ren Por­zel­lang­e­schich­te und beleuch­tet die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen dem Bau­haus in Des­sau und der Kunst­schu­le in Hal­le. Gezeigt wer­den Ent­wür­fe etwa von den Pio­nie­ren Mar­gue­ri­te Fried­la­en­der und Ger­hard Marcks in den 1920er Jah­ren über bedeu­ten­de Ver­tre­ter der indus­tri­el­len Form­ge­stal­tung in der DDR wie Hans Merz und Hubert Petras bis hin zu Barbara

Schmidt, die aktu­ell eine Viel­zahl der Pro­duk­te von KAHLA/Thüringen Por­zel­lan GmbH ver­ant­wor­tet, eben­so wie Hei­ke Phil­ipp für den welt­weit füh­ren­den Pro­fi­por­zel­lan­her­stel­ler BHS table­top AG.

„Design­Lab – Die Por­zel­lan­vi­sio­nen der Stu­die­ren­den heute“

Der Aus­stel­lungs­teil nimmt das Por­zel­lan als expe­ri­men­tel­len Werk­stoff in den Blick und zeigt, wor­in ange­hen­de Desi­gne­rIn­nen der Kunst­hoch­schu­le Burg Gie­bichen­stein die Zukunfts­po­ten­tia­le des Por­zel­lans sehen. 450 Aus­stel­lungs­ob­jek­te, dar­un­ter neu­es­te For­men, Ideen, Anwen­dungs­ge­bie­te und expe­ri­men­tel­le Neu­kom­bi­na­tio­nen geben Ein­bli­cke in das krea­ti­ve Schaf­fen der Por­zel­lan­vi­sio­nä­re. Die jun­gen Desi­gne­rIn­nen betrei­ben Mate­ri­al­for­schung und expe­ri­men­tie­ren mit neu­en Schnitt­stel­len zu den Mate­ri­al­wis­sen­schaf­ten und neu­en Tech­no­lo­gien. Neben kera­mi­schem 3D Druck wer­den Modell­ker­ne gedruckt, abge­formt, abge­gos­sen und hän­disch wei­ter­be­ar­bei­tet. Neue Ver­fah­ren zur Por­zel­lan­her­stel­lung haben Ein­zug gehal­ten. Zudem ermög­licht die Kom­bi­na­ti­on von Por­zel­lan mit ande­ren Mate­ria­li­en, dar­un­ter Beton, Holz, Metall, Tex­til, neue zukunfts­fä­hi­ge Anwendungsfelder.

Mit den Aus­stel­lun­gen und wei­te­ren span­nen­den Pro­jek­ten fei­ert das „netz­werk selb/amberg“ in Ober­fran­ken 100 Jah­re Bau­haus. Im Netz­werk haben sich neun Insti­tu­tio­nen in den baye­ri­schen Städ­ten Amberg und Selb zusam­men­ge­schlos­sen, um das dor­ti­ge sehr beson­de­re archi­tek­to­ni­sche, städ­te­pla­ne­ri­sche und gestal­te­ri­sche Wir­ken von Wal­ter Gro­pi­us und ande­ren Bau­häus­lern zu würdigen.

Adres­se:
POR­ZEL­LANI­KON HOHENBERG
Schirn­din­ger Stra­ße 48
95691 Hohen­berg an der Eger

Öff­nungs­zei­ten:
Diens­tag – Sonntag10:00 Uhr – 17:00 Uhr

Bild: Tee­ser­vice mit Extrakt­känn­chen „Hal­le­sche Form“, Mar­gue­ri­te Fried­la­en­der-Wil­den­hain (1930), Bild­rech­te: Ange­la Fran­cis­ca Endress