Forum Brau­Be­via­le 2016 – Mar­ken­er­leb­nis durch Design

Nürn­berg­Mes­se, Hal­le 1–350
9. November 2016
10:00 – 11:45

Mit dem Vor­trags­pro­gramm ‚Mar­ken­er­leb­nis durch Design‘ auf der Brau­Be­via­le 2016 zeigt bay­ern design das drit­te Jahr in Fol­ge auf, wel­che Rol­le Design bei der Mar­ken­bil­dung und der Dif­fe­ren­zie­rung im Wett­be­werb spielt. Die Vor­trä­ge regen dazu an, neue Berei­che im eige­nen Unter­neh­men zu erkun­den und inno­va­ti­ve Wege einzuschlagen.

Auf­ge­zeigt wer­den aktu­el­le Design­trends und Best-Prac­ti­ce Bei­spie­le aus der Geträn­ke­indus­trie, sowie die Bedeu­tung von Ser­vice Design und Social Media für die­se Bran­che (4 Vor­trä­ge à 20 Min.).

Mode­ra­ti­on: Dr. Kili­an Stei­ner, bay­ern design GmbH
Der Ein­tritts­preis ist im Rah­men des Mes­se­be­su­ches enthalten.

Die Ver­an­stal­tung wird vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Medi­en, Ener­gie und Tech­no­lo­gie gefördert.

 

Die Vor­trä­ge im Überblick:

10.10 – 10.30 Uhr
Was ist Ser­vice Design und wie hilft es bei der Markenbildung?
Ste­fan Wacker, WACK­WORK, Nürn­berg

Sie ent­wi­ckeln und gestal­ten neue Pro­duk­te um sich vom Wett­be­werb zu dif­fe­ren­zie­ren, aber wie hal­ten Sie es mit Ihren Dienst­leis­tun­gen? Ste­fan Wacker zeigt in sei­nem Grund­la­gen­vor­trag, wie Ser­vice Design funk­tio­niert und wie das Ein­neh­men der Kun­den­per­spek­ti­ve und die Kun­den­be­tei­li­gung im Pro­zess zur Inno­va­ti­on und gleich­zei­tig zur Mar­ken­bil­dung beitragen.

Ste­fan Wacker ist selb­stän­di­ger Unter­neh­mens­be­ra­ter. Seit über 10 Jah­ren unter­stützt er sei­ne Kun­den bei Veränderungs‑, Inno­va­tions- und Stra­te­gie-Pro­zes­sen, wobei er unter ande­rem den struk­tu­rier­ten Pro­zess des „Design Thin­king“ einsetzt.

Mit der von ihm initi­ier­ten Online­platt­form und Ver­an­stal­tungs­rei­he „Ser­vice Design Nürn­berg“ bie­tet er eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für Inter­es­sen­ten zu die­sem The­ma. Die Ver­an­stal­tungs­rei­he „Ser­vice Design Drinks“ wird 2016 ergänzt um den „Ser­vice Design Sum­mit“, bei dem die Metho­den erlernt und ange­wen­det wer­den können.

 

10.35 – 10.55 Uhr
Die Ent­ste­hung eines neu­en Bocksbeutels
Peter Schmidt, PSBZ (Peter Schmidt, Bel­lie­ro & Zan­dée GmbH), Mana­ging Direc­tor, Hamburg

Ende 2015 wur­de das neue Fla­schen­de­sign des Bocks­beu­tels – der typi­schen Fla­schen­form des Fran­ken­weins – prä­sen­tiert. Der in Bay­reuth gebo­re­ne Desi­gner Peter Schmidt spricht über die Her­aus­for­de­rung, eine his­to­risch gewach­se­ne, tra­di­tio­nel­le Form an moder­ne Anfor­de­run­gen anzu­pas­sen. In dem Vor­trag geht es sowohl um tech­ni­sche, als auch um mensch­li­che Hür­den, die sich bei einem so emo­tio­na­len The­ma natür­lich zwangs­läu­fig ergeben.

1958 schloss Peter Schmidt sein Stu­di­um an der Werk­kunst­schu­le Kas­sel ab und ging 1967 nach Ham­burg, um als Crea­ti­ve Direc­tor für Ver­clas + Böltz zu arbei­ten. Gemein­sam mit Wal­traud Beth­ge grün­de­te er 1972 die Peter Schmidt Stu­di­os und lei­te­te die­se, bis er sie 2006 an die BBDO ver­kauf­te. In den ers­ten Jah­ren kon­zen­trier­te man sich dort auf Ver­pa­ckungs­de­sign für Gebrauchs- und Kos­me­tik­ar­ti­kel und begann 1980 mit gro­ßem Erfolg Par­fum-Fla­kons zu gestal­ten. Es folg­ten natio­na­le und inter­na­tio­na­le Design-Auf­trä­ge, zum Bei­spiel für Proc­ter & Gam­ble, Estée Lau­der und Apollinaris.

Peter Schmidt kon­zi­piert Cor­po­ra­te-Design, unter ande­rem für die Ham­bur­gi­sche Staats­oper, die Bun­des­wehr und die Stadt Ham­burg. Die Peter Schmidt Stu­di­os wur­den nach dem Aus­stieg des Grün­ders umbe­nannt in „Peter Schmidt Group“. Seit 2007 arbei­tet Schmidt mit einem klei­nen Team jun­ger Desi­gner in Ham­burg, fir­miert unter dem Namen PSBZ, und gestal­tet Bücher, Zeit­schrif­ten, Räu­me, Büh­nen­bil­der sowie Websites.
11.00 – 11.20 Uhr
Mut an Trin­ken – Trends im Verpackungsdesign
Iven Soh­mann, Tex­ter + Gestal­ter, Berlin

Sekt ohne Mumm, Likör ohne Eier – wer ohne Mut ver­packt, hat zuse­hends das Nach­se­hen im gut gefüll­ten Geträn­ke­markt. Über Tra­dier­tes, Thirst-Mover, Trink­brett­fah­rer und wie Star­tups den eta­blier­ten Geträn­ke­her­stel­lern mit inno­va­ti­vem Pack­a­ging Schluck für Schluck das Regal ablaufen.

Iven Soh­mann lebt als Schön­schreib­künst­ler und Berufs­mar­ken­fe­ti­schist im beschau­lich-schmud­de­li­gen Ber­lin-Schö­ne­berg. Er ist gebür­ti­ger Mag­de­bur­ger, gebo­re­ner Macher und hat in Pots­dam und Istan­bul Was­mit­me­di­en stu­diert. In Graz sogar Was­mit­in­halt. Was­mit­ma­the oder Was­mit­tech­nik sind für ihn aber böh­mi­sche Dör­fer – wie die Hei­mat sei­ner Vor­fah­ren. Von dort weiß er auch, wie man Bier am bes­ten ver­schwin­den lässt. Wie Bier am bes­ten erscheint, erlern­te er in einer Ham­bur­ger Luxus­de­sign­k­lit­sche, deren Exper­ti­se er in eine Bache­lorthe­sis über ger­ma­ni­sche Gers­ten­saft­ge­stal­tung abzapf­te. Halb Desi­gner, halb Schreib­ma­schi­ne gestal­tet und tex­tet er heu­te vor allem für Mar­ken- und Unter­neh­mens­er­schei­nungs­bil­der in den Berei­chen Sport, Musik, Kul­tur sowie Lebens- und Genuss­mit­tel. Zudem schreibt er als Fach- und Krach­au­tor für das »Mix­olo­gy Maga­zin für Bar­kul­tur« viel über Flüs­si­ges und nichts Überflüssiges.

11.20 – 11.40 Uhr
Social Media und die Geträn­ke­indus­trie: Chan­cen und Risiken
Phil­ip Kühn, Dreh­mo­ment – Agen­tur für krea­ti­ves Mar­ke­ting GmbH, Head of Social Media, Hamburg

Der durch­schnitt­li­che User ver­bringt über eine Stun­de pro Tag auf Face­book & Co. – dass die sozia­len Netz­wer­ke daher für Mar­ken und Unter­neh­men ein enor­mes Poten­ti­al bie­ten, dürf­te mitt­ler­wei­le auch dem letz­ten klar sein. Dabei las­sen sich nicht nur die Awa­reness stei­gern und das Mar­ken­image schär­fen, son­dern auch kon­kre­te ver­trieb­li­che Impul­se set­zen. Der Vor­trag geht auf die Geträn­ke­indus­trie ein und zeigt auf, wie man Schwer­punk­te set­zen kann.

Phil­ip Kühn beschäf­tigt sich seit 10 Jah­ren mit Con­tent – erst als Jour­na­list und Tex­ter, mitt­ler­wei­le als Social Media Mana­ger und Digi­tal­stra­te­ge. Für die Ham­bur­ger Agen­tur Dreh­mo­ment ver­ant­wor­tet er die Digi­tal-Unit und betreut unter ande­rem Kun­den wie Carls­berg, Mer­ce­des-Benz und die PSD Bank Nord.