Design verbindet, design connects
Wir bei bayern design sind überzeugt, dass gutes Design verbindet. Denn es formt Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, zwischen Bedürfnis und Lösung, zwischen Wissenschaft, Technologie, zwischen Disziplinen und Alltag. Design bewegt sich heute in einem Spannungsfeld zwischen Kreativität und Wissenschaft, Emotion und Funktion, Gesetzen der Markwirtschaft und ethischen Prinzipien. Es ist sowohl eine Methode (z.B. Design Thinking) als auch eine interdisziplinäre Gestaltungsdisziplin. Gutes Design öffnet Räume für Teilhabe und Handlungsmöglichkeiten.
Wer früher einen neuen Tisch brauchte, ging zum Schreiner, wer neue Schuhe brauchte ging zum Schuhmacher. Das Handwerk versorgte die Menschen mit den Dingen des alltäglichen Bedarfs. Erlesenes Porzellan oder feine Textilien kamen hingegen aus dem Kunsthandwerk. Das war für Jahrhunderte so, doch mit der Industrialisierung vor rund 170 Jahren änderte sich das alles: Auf einmal produzierte die Industrie für den täglichen Bedarf, der Entwurf wurde von der Produktion getrennt. Waren entstehen seither in hohen Stückzahlen für den Massenbedarf. Um die Jahrhundertwende kamen Erscheinungsbilder (Corporate Design) hinzu, Logos entstanden, Plakate warben für Produkte und Dienstleistungen. In der Zeit der Weimarer Republik war es vor allem das Bauhaus, das den Ruf guter und moderner Gestaltung prägte. Nach und nach schälten sich neue Berufsbilder heraus: Gestalter:innen und Designer:innen kamen auf.
Unser Alltag ist ohne Design schon kaum mehr vorstellbar
Erst in der Nachkriegszeit wurde der Begriff „Design“ schließlich in die deutsche Sprache übertragen, zunächst verstand man darunter die Gestaltung von Konsumgütern wie etwa Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder Grafik. Seither wurde der Begriff immer weiter gefasst: Heute versteht man unter Design auch immaterielle Dinge, wie Benutzeroberflächen von digitalen Anwendungen, die Gestaltung von sozialen Räumen und sogar in der Medizintechnik. Heute gibt es kaum mehr einen Lebensbereich, ohne Design. Oft sind Designer:innen beteiligt ohne, dass wir es merken. Gutes Design ist oft unauffällig. Und darum hat Design eine Plattform bei uns, damit es sichtbar wird. Design versehen wir nicht als abgeschlossenen Begriff, sondern als offene Einladung, diesen weiterzudenken und für sich nutzbar zu machen.
bayern design setzt auf ein breites Verständnis von Design
Wir verwenden heute einen erweiterten Designbegriff: Design umfasst für uns die Entwicklung von Handlungen und Nutzungen ebenso wie die Gestaltung von Systemen und Produkten, Identitäten und kulturellen Mustern.
Kurz gesagt, Design umfasst heute nicht länger die Gestaltung von einzelnen Objekten, wie z.B. einem Möbelstück, sondern rückt auf immer weitere Bereiche vor: Man unterscheidet hier zwischen Artefakten, Soziofakten und Mentefakten. Sie beschreiben bestimmte Einsatzbereiche von Design: Bei einem Artefakt handelt es sich um Objekte, Flächen und Räume, wie z.B. Produkte, Druckmedien oder Ausstellungen und Innenräume. Im Bereich der Soziofakte werden Verhalten, Handeln und Beziehungen gestaltet. Das bedeutet konkret, dass Design dazu beitragen kann, gesellschaftliche Routinen und Interaktionen positiv zu beeinflussen. So kann etwa eine benutzerfreundlich gestaltete App für den öffentlichen Nahverkehr den Zugang zu Bus und Bahn erleichtern, wodurch Menschen motiviert werden, öfter das Auto stehen zu lassen. Unter Mentefakten versteht man z.B. Werte wie Nachhaltigkeit, die etwa in Konzepten des kreislauffähigen Designs zum Ausdruck kommen. Auch die Idee der Partizipation gehört dazu, wenn Gestaltung so gedacht wird, dass unterschiedliche Nutzergruppen aktiv einbezogen und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden.
Die Danish Design Ladder und ihre Erweiterung (Design als System) verdeutlichen, dass Design weit über die ästhetische Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen hinaus geht. Der positive Zusammenhang zwischen Design- und Innovationsaktivitäten von Unternehmen ist dabei besonders relevant. bayern design will die unterschiedlichen Ebenen der Verwendung von Design- und Designmethoden gezielt kommunizieren – damit ein erweitertes Designverständnis in allen Teilen von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft entsteht.
Rund 195.000 Menschen sind in Deutschland im Bereich Design in Agenturen oder als Freelancer tätig. Tendenz steigend. Was sie eint? Sie denken Bestehendes neu. Design ist ein Mindset.
Design als Mindset
Designer:innen gestalten Gesellschaft Sie zeichnen sich dabei durch eine besondere Einstellung aus: ein ganzheitliches und auf Nutzer:innen fokussiertes Denken, eine greifbare und visionäre Arbeitsweise und eine offene und lösungsorientierte Grundhaltung.
Designer:innen arbeiten visionär Designer:innen arbeiten und denken nicht nur theoretisch in Worten, sondern praktisch in Formen, Atmosphären, Räumen und Emotionen. Sie verbinden künstlerische Freiheiten mit funktionalem, bedürfnisorientiertem Handeln. Auf diese Weise machen Gestalter:innen Ideen, Konzepte und technische Innovationen verständlich und greifbar.
Designer:innen arbeiten lösungsorientiert Mit einer lösungsorientierten Grundhaltung antworten Designer:innen auf Krisen und Herausforderungen unserer Zeit. Gestalter:innen schaffen greifbare, funktionale und umsetzbare Prozesse und Artefakte. Als angewandte Disziplin, sucht Design dabei stets nach Verbesserung und Transformation.
Designer:innen arbeiten agil und offen Der kreative Prozess von Designer:innen hat das Potenzial, in ungewissen Umgebungen neue Wege und Lösungen zu entdecken und zu beschreiten. Designer:innen arbeiten und denken dabei agil, flexibel und ergebnisoffen. Mit dieser Haltung passen sie sich an neue Situationen und Kontexte an und handeln dabei sowohl bewahrend als auch disruptiv.
Designer:innen arbeiten holistisch Mit einer ganzheitlichen Denkweise schaffen Designer:innen neue Verknüpfungen zwischen Fachgebieten, Branchen und Interessensgruppen. Durch eine kooperative und interdisziplinäre Arbeitsweise werden unterschiedliche Themen und Player miteinander vernetzt. Gestalter:innen denken in ihrer Arbeit eine Vielzahl von wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen bis ökologischen Faktoren und Kontexten mit.
Designer:innen arbeiten human-minded Designer:innen bringen eine Denkweise mit, die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Bedürfnisse der Menschen im Blick hat. Durch Forschung und Beobachtung evaluieren sie, wie sich Prioritäten und Bedürfnisse von Menschen verschieben. Gestalter:innen arbeiten dabei mit einer inklusiven und empathischen Grundhaltung. Sie gestalten Kommunikation, Interaktion und Teilhabe und schaffen im Idealfall nicht nur ein nutzerzentriertes sondern sogar ein gesellschaftsorientiertes Design.
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