15. Januar 2026

World Design Capi­tal 2026

Frank­furt Rhein Main 

16.1.2026: Grand Ope­ning Event

Wir sind dabei!

Alle zwei Jah­re ver­leiht die World Design Orga­niza­ti­on den Titel World Design Capi­tal an eine Stadt oder Regi­on. 2026 wird Frank­furt Rhein­Main zur inter­na­tio­na­len Büh­ne für Design. Gemein­sam mit der Regi­on rea­li­sie­ren wir weg­wei­sen­de Pro­jek­te und zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen, die zei­gen, was Design leis­ten kann – für die Gesell­schaft und die Demo­kra­tie, für unser Zusam­men­le­ben und unse­ren Alltag.

Im Lau­fe des Jah­res rich­tet sich unser Pro­gramm nach ver­schie­de­nen The­men­schwer­punk­ten. Sie grei­fen Fra­gen aus dem All­tag auf, geben dem Pro­gramm eine leben­di­ge Struk­tur und machen die unter­schied­li­chen Facet­ten von Design erlebbar.

 

Visi­on, Kern­bot­schaf­ten und Legacy

The­men des Programms

Die Visi­on
Die Welt wirkt aus den Fugen gera­ten: Kri­sen prä­gen Umwelt, Poli­tik, Gesell­schaft und Wirt­schaft. Unse­re Demo­kra­tie ist von extre­men Kräf­ten gefähr­det. Was ges­tern noch galt, scheint heu­te über­holt. Vie­le Men­schen emp­fin­den Unsi­cher­heit, Pes­si­mis­mus und ein Glas, das stets halb­leer scheint. Wir set­zen die­sem Pes­si­mis­mus mit der World Design Capi­tal Frank­furt Rhein­Main 2026 mit der Visi­on „Design for Demo­cra­cy. Atmo­sphe­res for a bet­ter life“ ein posi­ti­ves, rea­lis­ti­sches Nar­ra­tiv ent­ge­gen: Weg von der Kri­sen­stim­mung, hin zu Chan­cen. Es geht dar­um, sich nicht von Schlag­zei­len lei­ten zu las­sen, son­dern von kla­ren Wer­ten. Nicht Angst soll unser Han­deln bestim­men, son­dern eine kla­re Hal­tung. Wir schaf­fen Räu­me, die gemein­sam gestal­tet wer­den kön­nen und in denen Men­schen wirk­sam wer­den kön­nen – für eine erle­bens­wer­te Zukunft. WDC will zei­gen, was Gestal­tung kann: für unse­ren gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt, für Inno­va­tio­nen in der Wirt­schaft und für unser Klima.

Aus die­ser Hal­tung her­aus ver­folgt die World Design Capi­tal Frank­furt Rhein­Main 2026 vier zen­tra­le Zie­le: die Lebens­qua­li­tät durch Design zu ver­bes­sern und Wan­del in der Regi­on zu gestal­ten, die regio­na­le Iden­ti­tät mit inter­na­tio­na­ler Strahl­kraft aus­zu­bau­en, nach­hal­ti­ge Inno­va­tio­nen und Zukunfts­fä­hig­keit zu sichern sowie Demo­kra­tie durch par­ti­zi­pa­ti­ve Gestal­tung leben­dig zu machen.

Design­ver­ständ­nis?
Design bedeu­tet weit mehr als schö­ne Pro­duk­te oder gelun­ge­ne For­men. Es ist ein Rah­men, der unser Zusam­men­le­ben in allen Berei­chen des all­täg­li­chen Lebens prä­gen kann. Design erar­bei­tet inno­va­ti­ve Lösun­gen für die rele­van­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Gegen­wart. Ziel ist dabei immer ein nach­hal­ti­ger posi­ti­ver Effekt auf Umwelt, Wirt­schaft, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Poli­tik. Design­wis­sen­schaft und Pra­xis basiert auf fun­dier­ten Metho­den und sys­te­ma­ti­scher Recher­che, um zu opti­ma­len, über­prüf­ba­ren Ergeb­nis­sen zu kom­men. Der eigent­li­chen Pro­dukt­ent­wick­lung geht eine detail­lier­te Ana­ly­se von Auf­ga­ben­stel­lung, Kon­tex­ten und Nut­zungs­sze­na­ri­en vor­aus. In die Ent­wick­lung flie­ßen Erkennt­nis­se aus den unter­schied­lichs­ten Dis­zi­pli­nen ein – von Inge­nieurs- und Mate­ri­al­wis­sen­schaft bis zu den Sozi­al­wis­sen­schaf­ten. Der Ent­wurfs­pro­zess ist durch Kri­te­ri­en wie Nach­hal­tig­keit, Nut­zer­freund­lich­keit, redu­zier­tem Mate­ri­al­ein­satz und hoher Recy­cling­fä­hig­keit etc. geleitet.

Die Auf­ga­be von Designer:innen ist die Kon­zep­ti­on, Ent­wick­lung und Kom­mu­ni­ka­ti­on inno­va­ti­ver Pro­duk­te und Lösun­gen, die unse­re Gesell­schaft zukunfts­fä­hig machen. Design gestal­tet eine posi­ti­ve Zukunft und ist damit ein Hebel für die not­wen­di­ge Trans­for­ma­ti­on von Gesell­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik, stärkt unser sozia­les Mit­ein­an­der und macht unse­re Wer­te des Zusam­men­le­bens ästhe­tisch erlebbar.

Ent­lang der Leit­idee Design for Demo­cra­cy: Atmo­sphe­res for a bet­ter life zeigt das Zukunfts­pro­gramm der World Design Capi­tal 2026 Frank­furt Rhein­Main, wie Gestal­tung nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung för­dert, neue For­men urba­nen Woh­nens und Arbei­tens ermög­licht, Mobi­li­tät und Bil­dung neu denkt, umwelt­be­wuss­tes Pro­du­zie­ren und Kon­su­mie­ren unterstützt.

Design als Motor für gesell­schaft­li­chen Wandel
Gleich­zei­tig befä­higt Gestal­tung dazu, Ver­än­de­run­gen anzu­sto­ßen und hand­lungs­fä­hig zu wer­den. Sie stif­tet Moti­va­ti­on, wirkt inspi­rie­rend und steckt an. Auf die­se Wei­se schafft sie die Grund­la­ge für ein star­kes Gemein­schafts­ge­fühl – und ermög­licht ein demo­kra­ti­sches Zusam­men­le­ben. Genau das braucht die Regi­on Frank­furt Rhein­Main heu­te besonders.

Die Regi­on Frank­furt Rhein­Main ist extrem hete­ro­gen und poly­zen­trisch. Sie setzt sich neben der Groß­stadt FFM auch aus mit­tel­gro­ßen und klei­nen Städ­ten zusam­men. Sie ist eines der wich­tigs­ten Wirt­schafts- und Finanz­zen­tren in Deutsch­land und Euro­pa, mit zahl­rei­chen star­ken Arbeit­ge­ben­den, einer Viel­zahl von Hoch­schu­len mit unter­schied­li­chen Schwer­punk­ten, schö­nen Land­schaf­ten und Erho­lungs­ge­bie­ten. Jedoch hat sich die Regi­on bis­her noch nicht gefun­den: Es gibt kein gemein­sa­mes Nar­ra­tiv, das all die unter­schied­li­chen Aspek­te eint. Dies ist eine rie­si­ge Chance.

Gestal­tung schafft Lösun­gen für Probleme
Die World Design Capi­tal Frank­furt Rhein­Main 2026 lädt daher dazu ein, eine neue gemein­sa­me Iden­ti­tät der Regi­on zu schaf­fen und die zen­tra­len Fra­gen unse­rer Zeit gemein­sam anzu­pa­cken: Wie kön­nen öffent­li­che Räu­me ech­ten Mehr­wert schaf­fen? Wie tra­gen Archi­tek­tur, Mobi­li­tät, Wirt­schaft oder Digi­ta­li­sie­rung zu mehr Lebens­qua­li­tät bei? Und wel­che Rol­le spielt Design für eine leben­di­ge Demokratie?

Wir möch­ten eine Kul­tur der Zuver­sicht, des Prag­ma­tis­mus und der Freu­de am Han­deln för­dern. Gemein­sam wol­len wir Räu­me für Ideen öff­nen, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und kon­kre­te Lösun­gen ent­wi­ckeln, die loka­les Enga­ge­ment und glo­ba­le Per­spek­ti­ven verbinden.

Kern­bot­schaf­ten
Trans­for­ma­ti­on als Tra­di­ti­on: demo­kra­ti­scher Wan­del in Frank­furt RheinMain
Die Regi­on Frank­furt Rhein­Main hat in gesell­schaft­li­chen wie wirt­schaft­li­chen Kri­sen immer wie­der mit Inno­va­ti­on, Viel­falt und gro­ßer Wand­lungs­fä­hig­keit über­zeugt. Ihr inter­na­tio­nal aner­kann­tes Erbe reicht von der Pauls­kir­chen­be­we­gung über „Das Neue Frank­furt“ bis zur Mat­hil­den­hö­he Darm­stadt – Initia­ti­ven, die nur durch Zusam­men­ar­beit, Enga­ge­ment und gemein­schaft­li­ches Han­deln mög­lich waren.

Die Aus­zeich­nung als World Design Capi­tal 2026 ver­ste­hen wir nicht als Rück­schau, son­dern als Auf­trag, die­se Tra­di­ti­on aktiv fortzuführen.

Gestal­tung als Hebel für Wan­del und Nachhaltigkeit
Gestal­tung ist weit mehr als Form – sie ist ein Pro­zess, der Ver­än­de­run­gen in allen Berei­chen unse­res Zusam­men­le­bens anstößt. Mobilitäts‑, Service‑, Kommunikations‑, Pro­dukt- und Archi­tek­tur­ge­stal­tung prä­gen den All­tag und trei­ben wirt­schaft­li­che Trans­for­ma­ti­on vor­an. Social Design, poli­ti­sches Design und Poli­tik­ge­stal­tung über­set­zen Wer­te wie demo­kra­ti­schen Zusam­men­halt und öko­lo­gi­sche Rück­sicht in prak­ti­sche Anwen­dun­gen, set­zen gesell­schaft­li­che Pro­zes­se in Gang, stär­ken Ver­ant­wor­tung, Mut, Enga­ge­ment und Wirk­sam­keit jedes:r Ein­zel­nen und schaf­fen Orte, an denen Dis­kur­se statt­fin­den und Betei­li­gung mög­lich ist. Hier und jetzt, in kon­kre­ten Räu­men und All­tags­hand­lun­gen wird Demo­kra­tie erlebbar.

Gemein­sam gestal­ten: die Regi­on als Werk­statt für eine erle­bens­wer­te Zukunft und gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt
Eine erle­bens­wer­te Zukunft ent­steht dort, wo Men­schen aktiv mit­wir­ken. In Frank­furt Rhein­Main ent­wi­ckeln Bürger:innen, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft sowie Unter­neh­men aller Grö­ßen gemein­sam neue Ideen. Mit rund 450 Pro­jek­ten und bis zu 2.000 Ver­an­stal­tun­gen wird die Regi­on 2026 zu einem leben­di­gen Expe­ri­men­tier­feld, in dem Ver­ant­wor­tung über­nom­men, aus­pro­biert und gemein­sam gestal­tet wird – mit Impul­sen, die weit über das Jahr hin­aus wirken.

Lega­cy: Was bleibt nach 2026
Die Lega­cy von WDC 2026 basiert auf drei Säulen:
Erprob­te Pra­xis: Pro­jek­te und Koope­ra­tio­nen, die zei­gen, wie Design demo­kra­ti­sche Pro­zes­se kon­kret verbessert

Dau­er­haf­te Struk­tu­ren: Insti­tu­tio­nen, Rol­len und Orte, die die­se Arbeits­wei­se über 2026 hin­aus tragen
Mess­ba­re Wir­kung: Stu­di­en, die sicht­bar machen, was sich ver­än­dert und was wir dar­aus lernen

Wie die Lega­cy wirkt – zwei Bewe­gun­gen mit kla­ren Zielen:
Top-down: Design in Ver­wal­tung und Poli­tik ver­an­kern – z. B. durch den Design Action Plan 2030, Chief Design Offi­cers, Poli­cy-Expe­ri­men­te und neue umset­zungs­star­ke Model­le für Pro­jek­te im öffent­li­chen Raum
Bot­tom-up: Demo­kra­ti­sche Gestal­tungs­kom­pe­tenz in der gesam­ten Regi­on stär­ken – z. B. über den FRM Design Hub, die OPEN – Design Week Frank­furt Rhein­Main und Weiterbildungsangebote

So tra­gen die­se Maß­nah­men zu den Kern­zie­len der WDC 2026 bei:
Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern & Wan­del gestal­ten: Durch erprob­te Pro­jek­te und par­ti­zi­pa­ti­ve For­ma­te wer­den öffent­li­che Räu­me, Ser­vices und All­tags­er­fah­run­gen kon­kre­ter, demo­kra­ti­scher und lebenswerter.
Regio­na­le Iden­ti­tät & inter­na­tio­na­le Strahl­kraft: Dau­er­haf­te Struk­tu­ren und sicht­ba­re Pro­jek­te machen Frank­furt Rhein­Main zu einem Modell­stand­ort für Design, Inno­va­ti­on und gesell­schaft­li­che Zusammenarbeit.
Nach­hal­ti­ge Inno­va­ti­on & Zukunfts­fä­hig­keit: Die Kom­bi­na­ti­on aus top-down- und bot­tom-up-Maß­nah­men eta­bliert Netz­wer­ke, Kom­pe­tenz­zen­tren und Lern­for­ma­te, die Inno­va­ti­on, Kli­ma­schutz und demo­kra­ti­sche Teil­ha­be lang­fris­tig sichern.

Kurz: WDC 2026 hin­ter­lässt eine Regi­on, die Demo­kra­tie aktiv gestal­tet – mit den Tools, der Kul­tur und den Kom­pe­ten­zen, um Teil­ha­be spür­bar und wirk­sam zu machen – weit über 2026 hinaus.