19. Juni 2026

Von pro­duk­ti­ver Unge­duld und unend­li­cher Innovationskraft

Der KreativBund-Report zum downloaden

„Die Fra­ge nach KI ist ein Quer­schnitts­the­ma, das einen brei­ten Dis­kurs mit vie­len Per­spek­ti­ven und Akteu­ren braucht – weit über die Krea­tiv­wirt­schaft hin­aus. Genau hier set­zen wir an: Wir ver­ste­hen Take-aw.ai nicht als radi­kal tech­ni­sche, son­dern als sozia­le Inno­va­ti­on – einen neu­en Umgang mit­ein­an­der, ermög­licht durch Tech­no­lo­gie. Die Chan­ce liegt in der Per­spek­ti­ven-Inte­gra­ti­on: vie­le Ideen, Mei­nun­gen und Stim­men zu berück­sich­ti­gen, um als Gesell­schaft bes­se­re Ent­schei­dun­gen zu treffen“

beschreibt Micha­el Schie­ben den Ansatz des KI-Tools Take-aw.ai, das er gemein­sam mit sei­nem Co-Grün­der Rön­ke von der Hei­de ent­wi­ckelt hat: „Dabei ist Take-aw.ai eine bestimm­te Form des Den­kens. Beim Spre­chen ver­fes­ti­gen sich die Gedan­ken, tie­fer lie­gen­des Wis­sen wird greif­bar, und der ers­te Gedan­ke zieht wei­te­re nach sich. Wich­tig ist uns dabei: Es endet nicht im Digi­ta­len. Alles, was Take-aw.ai pro­du­ziert, ist immer auch ein Gesprächs­an­lass – digi­ta­li­sie­ren, sozia­li­sie­ren, digi­ta­li­sie­ren, sozialisieren.“

Auch wir haben das genau so erlebt, als wir beim Ger­man Crea­ti­ve Eco­no­my Sum­mit (GCES) 2026 mit den knapp 1.000 Gäs­ten ins Gespräch kamen, um sie nach ihren Zukunfts­vi­sio­nen zu fra­gen. Rund 15 % der Teil­neh­men­den nutz­ten die Gele­gen­heit anschlie­ßend, ihre per­sön­li­chen Visio­nen 2030 als Sprach­nach­rich­ten für uns zu hin­ter­las­sen. Die­se wert­vol­len Impul­se wur­den mit­tels KI erfasst und anschlie­ßend zu einem Zukunfts­re­port Krea­tiv­wirt­schaft 2030 verdichtet.

Die Aus­wer­tung der Bei­trä­ge zeigt drei gro­ße, domi­nie­ren­de The­men­fel­der für die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft (KKW):

Dabei wird deut­lich: Die Bran­che agiert mit einem aus­ge­präg­ten Selbst­be­wusst­sein und kennt ihren eige­nen Mehr­wert sehr genau. Gleich­zei­tig zeigt der Report, dass die Poten­zia­le in der Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Wirt­schafts­zwei­gen, der Poli­tik und Ver­wal­tung aus­bau­fä­hig sind. Ins­be­son­de­re Akteu­rin­nen und Akteu­re aus der Design­wirt­schaft sehen gro­ße Chan­cen in cross-sek­to­ra­len Kol­la­bo­ra­tio­nen. Sie beto­nen, wie wich­tig es sei, dass krea­ti­ve und kon­zep­tio­nel­le Leis­tun­gen von Anfang an fest in Inno­va­ti­ons­pro­zes­se inte­griert werden.

Die­se Erkennt­nis deckt sich mit unse­ren Erfah­run­gen aus der Pra­xis: In Cross Inno­va­ti­on Labs ent­steht Fort­schritt genau dort, wo Krea­ti­ve früh­zei­tig an der Lösung kom­ple­xer Her­aus­for­de­run­gen betei­ligt wer­den. Fach­ex­per­ti­se gewinnt durch den bewuss­ten Ein­zug von Außen­per­spek­ti­ven, und fest­ge­fah­re­ne Pro­zes­se erhal­ten durch Impul­se von außen neue Dyna­mik und wert­vol­les Know-how.

Die im Zukunfts­re­port gesam­mel­ten Stim­men spie­geln eine „pro­duk­ti­ve Unge­duld“ wider: Die Bereit­schaft zum Auf­bruch und zur akti­ven Gestal­tung ist real. Gera­de ange­sichts der rasan­ten Ent­wick­lung von KI-Tech­no­lo­gien erweist sich die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft als unver­zicht­ba­re Part­ne­rin für Wirt­schaft und Gesell­schaft. Sie agiert dabei in einer drei­fa­chen Schlüsselrolle:

– als Über­set­ze­rin neu­er tech­no­lo­gi­scher Möglichkeiten.
– als Gestal­te­rin von Räu­men, Lösun­gen und Work­flows, die durch KI entstehen.
– als Impuls­ge­be­rin, die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung übernimmt.

Der Report zeigt auch, dass vie­le Visio­nen bereits fest in unse­rer Gegen­wart ver­wur­zelt sind: Auch ein Merk­mal, das die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft aus­zeich­net – Zukünf­te zu visua­li­sie­ren und in der Gegen­wart zu handeln.

Kat­ja Armbruckner
Krea­tiv­Bund – Kommunikation