13. November 2025

Was kann Design

Eine Nach­le­se des Talkevents

In unse­rem Leben gibt es so gut wie nichts, das nicht gestal­tet ist: Phy­si­sche Gegen­stän­de von der Kaf­fee­tas­se am Mor­gen bis zur Bett­de­cke am Abend, Räum­li­ches wie eine Aus­stel­lung oder ein Laden, aber auch Digi­ta­les, das ohne Design gar nicht nutz­bar wäre. Doch Design ist nicht nur greif- und sicht­bar, es wirkt weit über unse­re fünf Sin­ne hin­aus. Es weckt Emo­tio­nen, baut gesell­schaft­li­che Brü­cken und stärkt nicht zuletzt Mar­ken. Ein Talk beglei­tend zur Aus­stel­lung »Was kann Design?« im Neu­en Muse­um in Nürn­berg mach­te dies noch­mals deutlich.

Nadi­ne Vicen­ti­ni, Geschäfts­füh­re­rin bay­ern design beton­te in ihrer Begrü­ßungs­re­de vor aus­ver­kauf­tem Haus die Viel­schich­tig­keit der krea­ti­ven Dis­zi­pli­nen: »In fast 40 Jah­ren hat bay­ern design ein sehr dich­tes Netz­werk auf­ge­baut, das zeigt, wie Design in unter­schied­lichs­ten Berei­chen wirk­sam wird.« Im Anschluss erläu­ter­te Kili­an Fabich, ver­ant­wort­lich für die Kon­zep­ti­on und Pro­gramm­ent­wick­lung bei bay­ern design, die inhalt­li­che Struk­tur der Aus­stel­lung: Aus­ge­hend von zen­tra­len Mega­trends wie Nach­hal­tig­keit, Digi­ta­li­sie­rung und gesell­schaft­li­chem Wan­del wur­den neun The­men­fel­der ent­wi­ckelt, die das Poten­zi­al von Design aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven beleuch­ten. »Design hat die Fähig­keit, in Zei­ten des Wan­dels unser Wahr­neh­men, Ver­hal­ten und Den­ken zu beein­flus­sen«, so Kili­an Fabich. Die­se Fest­stel­lung unter­mau­er­ten schließ­lich fünf Desi­gne­rin­nen und Desi­gner in ihren Projektvorträgen.

Das Poten­ti­al von Design

Die unter­schied­li­chen Vor­trä­ge mach­ten deut­lich, dass Design weit mehr als Form­ge­bung ist. Erst die Funk­ti­on macht aus Design ein gutes Design:

  • Desi­gner haben nicht nur die Fähig­keit, Kon­kre­tes zu ent­wer­fen, son­dern auch Ideen und Kon­zep­te für die Zukunft zu visua­li­sie­ren und damit ver­ständ­lich zu machen.
  • Ohne Gestal­tung kei­ne Ori­en­tie­rung: Ob Leit­sys­tem oder Mar­ken­bild – im Tsu­na­mi der Infor­ma­tio­nen ist Design unverzichtbar.
  • »Engi­neers build the world. Desi­gners make it worth living«. Der Mensch ist von Geburt an ein sinn­li­ches Wesen. Gutes Design ist spür­bar und berührt uns im Inneren.
  • Design ist ein Erfolgs­fak­tor, ob öko­no­misch betrach­tet oder hin­sicht­lich der Lösung gesell­schaft­li­cher und öko­lo­gi­scher Probleme.

Design ver­bin­det Generationen

Den Anfang mach­te Simon Kind­ler, Team­lei­ter Indus­trie­de­sign bei HYVE, der mit enna ein intui­ti­ves Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem für Senior:innen vor­stell­te. Die­ses Pro­jekt begann 2016 mit einer ein­fa­chen, aber berüh­ren­den Idee: Grün­der Jakob Berg­mei­er woll­te sei­ner Groß­mutter ermög­li­chen, digi­ta­le Nach­rich­ten, Bil­der und Sprach­nach­rich­ten zu emp­fan­gen – ohne Com­pu­ter­kennt­nis­se, Tas­ta­tur oder Maus. Aus ers­ten Alu­mi­ni­um­plat­ten, Knöp­fen und einem Bild­schirm ent­stand ein Pro­to­typ, der eine ein­fa­che Kom­mu­ni­ka­ti­on ermög­lich­te. Mit dem Auf­kom­men von Tablets und intui­ti­ven Ober­flä­chen eini­ge Jah­re spä­ter nahm das zunächst pri­va­te Pro­jekt eine pro­fes­sio­nel­le Form an: HYVE setz­te das Kon­zept von Jakob Berg­mei­er tech­nisch sowie in einer ziel­grup­pen­ge­rech­ten Form­ge­bung um und führ­te es zur Markt­rei­fe. Statt kom­pli­zier­ter Apps kön­nen Senior:innen nun ein intui­ti­ves Sys­tem nut­zen, bei dem Funk­tio­nen durch das Auf­le­gen einer phy­si­schen Kar­te aus­ge­löst wer­den. Das bar­rie­re­ar­me Pro­dukt erleich­tert somit die digi­ta­le Teil­ha­be und ist somit Brü­cken­bau­er zwi­schen den Generationen.

Mut­ma­cher Design

»Wir woll­ten kind­lich, aber nicht kin­disch gestal­ten«, hielt Andre­as Koop wäh­rend sei­nes Vor­trags fest, der das Leit­sys­tem für das kbo-Kin­der­zen­trum in Mün­chen zum The­ma hat­te. Inspi­ra­ti­on für das Design lie­fer­te dabei ein japa­ni­sches Hai­ku von Koba­ya­shi Issa: »Die klei­ne Schne­cke, ganz lang­sam, steigt sie hin­auf, auf den Berg Fuji.« Als Leit­mo­tiv für Geduld, Behut­sam­keit und den Weg der klei­nen Schrit­te fin­den sich daher Holz­schne­cken an den Wän­den des Zen­trums. Sie zie­hen ihre Spu­ren über Trep­pen, ver­bin­den Ebe­nen und Zim­mer und lei­ten in Kom­bi­na­ti­on mit einer durch­dach­ten Farb­co­die­rung Kin­der und Besucher:innen intui­tiv. Für den Außen­be­reich kon­zi­pier­te die design­grup­pe koop zudem eine mar­kan­te Skulp­tur: Eine über­di­men­sio­na­le Schne­cke kriecht vor dem Ein­gang eine Ram­pe empor und trägt die poe­ti­sche Bot­schaft des Hai­kus als unver­gess­li­ches Aus­hän­ge­schild nach außen.

Design weckt Emotionen

Eigent­lich galt die Pas­si­on von Bit­ten Stet­ter dem Mode­de­sign, doch als sie sich plötz­lich in einem fra­gi­len Care-Set­ting wie­der­fand und ihre Mut­ter im Hos­piz beglei­te­te, änder­ten sich ihre Prio­ri­tä­ten schlag­ar­tig: »Mir wur­de bewusst, dass es kaum Design für die letz­te Lebens­pha­se des Men­schen gibt«. Auf der Suche nach Pfle­ge- und geeig­ne­ten Hilfs­mit­teln schick­te man sie wahl­wei­se in die Baby- oder Haus­halts­wa­ren­ab­tei­lung, um das zu kom­pen­sie­ren, was ein­fach noch nicht gestal­tet wor­den war. Aus die­ser Erfah­rung her­aus ent­stan­den ihre ers­ten Ent­wür­fe wie Klei­der in war­men Far­ben zum Wen­den, ästhe­ti­sches Pati­en­ten­ge­schirr und bun­te Sicht­schutz­vor­hän­ge. »Wir Men­schen sind kei­ne Maschi­nen«, sagt sie, »und trotz­dem begeg­net uns in der Pfle­ge oft ste­ri­le Funk­tio­na­li­tät.« Bei der Gestal­tung ihrer Objek­te berück­sich­tigt sie dem­nach immer die phy­si­sche, ins­be­son­de­re aber die emo­tio­na­le Fra­gi­li­tät der Nut­zer. Die Mate­ria­li­en füh­len sich ange­nehm an und die Form­ge­bung ist intui­tiv. Inzwi­schen wer­den die­se Objek­te von Pri­vat­per­so­nen, Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen genutzt und es gibt bereits neue Anfra­gen für funk­tio­na­le, modi­sche Klei­dung, die bei­spiels­wei­se bei einer Strah­len­the­ra­pie getra­gen wer­den kann.

Design prägt star­ke Marken

Can­yon zählt heu­te zu den bekann­tes­ten Fahr­rad­mar­ken im Pre­mi­um­be­reich – doch der Weg dort­hin war ein stei­ni­ger. Grün­der Roman Arnold erfand das Rad im Jahr 1996 sprich­wört­lich neu und ent­wi­ckel­te ein Moun­tain­bike, das sei­nen eige­nen hohen Ansprü­chen gerecht wur­de. Der Erfolg ließ zunächst auf sich war­ten, doch mit der Beauf­tra­gung der Münch­ner Agen­tur KMS, Can­yon auf soli­de Mar­ken­fü­ße zu stel­len, ging es berg­auf. Ein revo­lu­tio­nä­rer Schrift­zug, der den Win­kel des Fahr­rad­rah­mens auf­griff und in stei­len, ange­schnit­te­nen Let­tern Dyna­mik visua­li­sier­te, sorg­te für ein prä­gnan­tes State­ment, das bis heu­te das Gesicht des Unter­neh­mens ist. Jedes Ele­ment in der Kom­mu­ni­ka­ti­on wird seit­her kon­sis­tent für alle Kanä­le aus­ge­ar­bei­tet: »Durch die enge, lang­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit konn­te die Mar­ke kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den – digi­tal wie ana­log – und wur­de so zu einem dif­fe­ren­zier­ten Play­er in einem hart umkämpf­ten Markt­seg­ment«, erzähl­te Patrick Mär­ki, Crea­ti­ve Direc­tor bei KMS.

Design als Brückenbauer

Nicht nur im zwi­schen­mensch­li­chen Bereich kann Design viel bewir­ken. Oft­mals lie­gen hier­in auch die Lösun­gen, die ein ver­träg­li­ches Mit­ein­an­der von Mensch und Natur gewähr­leis­ten. Indus­trie­de­si­gner Andre­as Lang stell­te die so beein­dru­cken­de wie inno­va­ti­ve Stra­ßen­la­ter­ne Papi­lio vor, die er mit Tobi­as Trü­ben­ba­cher ent­wi­ckel­te. Gleich zu Beginn ver­deut­lich­te er dabei eines der gro­ßen Pro­ble­me der Zivi­li­sa­ti­on: die Licht­ver­schmut­zung. An kei­nem Ort der Erde wür­de noch natür­li­che Dun­kel­heit vor­herr­schen, setz­te er sei­ner Prä­sen­ta­ti­on vor­aus, und deu­te­te damit bereits einen Vor­teil von Papi­lio an. Deren tex­ti­len Rotor­flä­chen erzeu­gen über­dies die benö­tig­te Ener­gie, wobei über­schüs­si­ger Strom ins Netz ein­ge­speist wer­den kann. Abends erfüllt die Later­ne ihren eigent­li­chen Zweck und spen­det war­me Hel­lig­keit nach unten, um die Licht­ver­schmut­zung gering zu hal­ten. Somit ver­schmel­zen im ers­ten Pilot­pro­jekt von Papi­lio für die Stadt Esbjerg (Däne­mark) nach­hal­ti­ge Tech­nik und urba­ne Ästhe­tik und schla­gen eine Brü­cke zwi­schen mensch­li­chen Bedürf­nis­sen und öko­lo­gi­scher Rücksichtnahme.

Design neu erleben

Mit viel Applaus ent­ließ Mode­ra­to­rin Nadi­ne Kus­sin­ger von bay­ern design das Publi­kum anschlie­ßend zum Net­wor­ken und bei einem Rund­gang durch die aus­ge­stell­ten Expo­na­te konn­ten auch den Spre­chern noch indi­vi­du­el­le Fra­gen gestellt werden.

Noch bis Mit­te 2026 besteht die Mög­lich­keit, Design mit ande­ren Augen zu sehen. Wer es nicht nach Nürn­berg schafft, dem sei die beglei­ten­de Publi­ka­ti­on emp­foh­len, die im Emil Ver­lag bestellt wer­den kann.

Die Vor­trä­ge

Ein Blick in die Ausstellung

Zu unse­ren Speaker:innen

Person vor neutralem Grund
Bit­ten Stetter

Prof. Bit­ten Stet­ter hat eine Pro­fes­sur für Trends & Iden­ti­ty an der Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te lei­tet dort den Mas­ter seit 2008 die For­schung seit 2014 mit dem Schwer­punkt Care Futures und doziert im Bache­lor seit 2006. Als dipl. Desi­gne­rin (HAW Ham­burg) unter­rich­tet sie an ver­schie­de­nen Hoch­schu­len gewann mit ihrem Label diver­se Prei­se kura­tier­te Aus­stel­lun­gen wie fashion talks und publi­zier­te Bücher wie Moralphobia(Hg.). Im Rah­men von sterbesettings.ch (SNF) und ihres PhDs Things of Dying explo­riert und designt sie Care-Ange­bo­te für die letz­te Lebens­pha­se. Dafür grün­de­tet sie Final Stu­dio und das Life­style-Brand final­ly.. Eine Wis­sen­platt­form Platt­form mit sor­ge­tra­gen­de Pro­duk­ten­für fra­gi­le Zei­ten im Leben.

Person vor neutralem Grund
Patrick Mär­ki

Patrick Mär­ki ist Mana­ging Part­ner bei KMS TEAM. »Design ist ein Weg und kein Gesetz. Design ist die Visua­li­sie­rung von Hal­tung«, so Patricks Über­zeu­gung. Dabei kam der gebür­ti­ge Schwei­zer über Umwe­ge zum Design: Vor sei­nem Abschluss als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner an der Schu­le für Gestal­tung in Basel stu­dier­te er Pia­no und Wald­horn. Die Kunst, auf ver­schie­de­nen Ebe­nen Har­mo­nien her­zu­stel­len, und der Mut, mit Impro­vi­sa­tio­nen etwas voll­kom­men Neu­es zu schaf­fen, zeich­nen ihn aus. Dabei ver­liert er nie­mals das gemein­sa­me Ziel aus den Augen. Er hat unter ande­rem zukunfts­fä­hi­ge Gestal­tungs­sys­te­me für Audi, Bent­ley Motors, Can­yon Bicy­cles, JINS, Por­sche Motor­sport, die Uni­ver­si­tät Hei­del­berg, VW und die Zür­cher Kan­to­nal­bank geschaffen.

Andre­as Lang

Der Indus­trie­de­si­gner Andre­as Lang ist auf zukunfts­fä­hi­ge Pro­duk­te, tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­on und zir­ku­lä­re Sys­te­me spe­zia­li­siert. Er ver­steht Design als krea­ti­ves Werk­zeug, um nicht nur Objek­te, son­dern auch die dahin­ter­lie­gen­den Sys­te­me neu zu den­ken und ver­ant­wor­tungs­voll zu gestal­ten. Nach sei­nem Abschluss im Indus­trie­de­sign an der Hoch­schu­le Mün­chen und Erfah­run­gen als Desi­gner im Ate­lier Stef­fen Kehr­le arbei­tet er seit 2023 selbst­stän­dig an Lösun­gen für kom­ple­xe Her­aus­for­de­run­gen wie die Ener­gie­wen­de und eine nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung. In sei­nen Pro­jek­ten ver­bin­det er gestal­te­ri­schen Anspruch mit tech­ni­schem Ver­ständ­nis, öko­lo­gi­scher Ver­ant­wor­tung und gesell­schaft­li­cher Rele­vanz. Für ihn sind inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit sowie der Aus­tausch von Wis­sen und Fähig­kei­ten ent­schei­dend, um wirk­sa­me Lösun­gen für aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen zu ent­wi­ckeln. 

Person vor neutralem Grund
Simon Kind­ler

Simon Kind­ler ist Indus­trie­de­si­gner und Prac­ti­ce Lead Con­cept & Indus­tri­al Design bei HYVE in Mün­chen. Seit 2013 ist er im Bereich Design & Inno­va­ti­on tätig und hat für Kun­den wie Hil­ti, Bora, Lin­de, CWS und vie­le ande­ren gearbeitet.

Person vor einem Spiegel.
Andre­as Koop

Andre­as Koop ist Grün­der und Inha­ber der design­grup­pe koop – ein viel­fach inter­na­tio­nal aus­ge­zeich­ne­tes Büro im All­gäu. Seit 1995 wird dort auf den Berei­chen Identität/Strategie, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Signa­le­tik und Szen­o­gra­fie gear­bei­tet. Er ist Dipl.-Designer (sfg) und erwarb einen Mas­ter of Advan­ced Stu­dies am Insti­tut Design2context von Rue­di Baur an der Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te. Seit vie­len Jah­ren unter­rich­tet er selbst an ver­schie­de­nen Hochschu­len, ist in diver­sen Jurys und Fach­bei­rä­ten tätig. Koop ver­bin­det in sei­nem Schaf­fen die Berei­che For­schung, Leh­re, Theo­rie und Pra­xis. Bekannt ist er durch zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen, Fach­bü­cher und die Kolum­ne »desi­gnaspek­te«  in der »novum«.  Die design­grup­pe koop will Ver­än­de­rung gestal­ten – mit Design als Metho­de hin zu weni­ger Bar­rie­ren, mehr Viel­falt und einer wirk­li­chen Nach­hal­tig­keit. Öko­lo­gi­sche, sozia­le und öko­no­mi­sche Aspek­te aus­zu­ba­lan­cie­ren ist die zen­tra­le Auf­ga­be. Andre­as und Nadi­ne Koop sind dazu seit lan­gem an Hoch­schu­len, in Jurys und  Fach­bei­rä­ten tätig, publi­ze­ren umfang­reich, hal­ten Vor­trä­ge. Das 1995 gegrün­de­te Büro hat zahl­rei­chen inter­na­tio­na­le Aus­zeich­nun­gen erhal­ten und kon­zen­triert sich auf inklu­si­ve Signa­le­tik und Szen­o­gra­fie, Iden­ti­tät und Kom­mu­ni­ka­ti­on.