Kopf, Hand, Herz – dieses Leitmotiv der Ausstellung verweist auf eine Haltung, die Design und Handwerk verbindet. Aus ihr heraus entstehen Produkte, die neue Perspektiven öffnen, Ideen greifbar machen, Geschichten erzählen und unsere Kultur mitgestalten. Angesichts von Entwicklungen wie der Digitalisierung oder dem ökologischen Wandel ist diese Haltung wichtiger denn je.
Unter dem Leitmotiv Kopf, Hand, Herz präsentiert bayern design auf der Internationalen Handwerksmesse 2026 eine begehbare Ausstellung, die sichtbar macht, wie Design und Handwerk miteinander harmonieren und sich gegenseitig stärken.
Dabei stehen drei Zugänge im Fokus: Der Kopf steht für Denken, Wissen und Vorstellungskraft. Designmethoden und Technologien helfen, Bedürfnisse zu erkennen und Ideen für die Zukunft zu entwickeln. In diesem Bereich zeigen Formfeld und FLOCK, wie algorithmisches Denken und Materialintelligenz neue Anwendungen erschließen: von akustisch optimierten Holzoberflächen des Architekten Simon Vorhammer bis zu kreislauffähigen Möbeln aus ungenutzter Schafwolle, die die Designerin und Materialforscherin Mareen Baumeister konzipierte. Die Hand macht diese Ideen durch Prototypen und Materialexperimente greifbar und schafft nachhaltige, haptische Produkte. Das Clay-Modell aus einem BMW Design Modeling Workshop an der Berufsfachschule für Produktdesign Selb, die HempLands-Forschung der TUM und die KARAK-Keramikfliesen demonstrieren, wie handwerkliche Experimente – ob mit Ton, Hanf oder Keramik – den Grundstein für Innovation legen. Das Herz schließlich gibt allem Bedeutung und Wirkung, sodass Dinge unsere Lebensweise und Identität mitprägen. Der Tritthocker AEKI von RELVÃOKELLERMANN und AUERBERG und die Tischleuchte Colo aus der Zusammenarbeit von STUDIOFAUBEL mit der Porzellan Manufaktur Nymphenburg zeigen, wie handwerkliche Formen und Materialien zu Trägern von Kultur und Wertschätzung werden.
Auch Anfassen und Mitmachen ist erwünscht: In der Mitte der Ausstellung lässt es sich auf drei Hutschn Platz nehmen – handgefertigte Schaukeln aus dem Berchtesgadener Land, die für Besucher:innen greifbar alle drei Ebenen vereinen: durchdachte Konstruktion, präzises Handwerk und emotionale Erfahrung.
Mit der Ausstellung richtet sich bayern design an Handwerker:innen, junge Menschen in der Berufsorientierung, Gestalter:innen sowie an ein interessiertes Publikum. Ziel ist es, Design und Handwerk als gemeinsames Zukunftsfeld sichtbar zu machen – als gleichwertige Partner auf Augenhöhe. Die Ausstellung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.
Hutschn: Herzensprojekt Schaukeln mit Andreas Bunsen (Hutschn)
Schaukeln fürs Leben: 15 handwerkliche Schritte, zehn Jahre luftgetrocknetes Eichenholz, gespleißte Seile. Ein Herzensprojekt aus dem Berchtesgadener Land.
Abbildung: Martin Morscher
Nymphenburg: Wenn Porzellan leuchtet mit Gregor Faubel (STUDIOFAUBEL) & Ingrid Harding (Porzellan Manufaktur Nymphenburg)
Colo. Hauchdünnes Porzellan aus Nymphenburg trifft mundgeblasenes Glas von Theresienthal. Wenn Licht den Glasfuß durchströmt, leuchtet der Schirmsaum farbig.
Abbildung: Porzellan Manufaktur Nymphenburg
KARAK: Raku-Technik trifft Siebdruck mit Sebastian Rauch (KARAK)
Jede Keramikfliese ein Unikat: 30-mal in die Hand genommen, bei 900 Grad gebrannt, in Sägemehl gelegt – die japanische Raku-Technik aus Vorarlberg.
Abbildung: KARAK
Formfeld: Algorithmen und Handwerk mit Simon Vorhammer (Formfeld) und Josef Obermaier (Schreinerei Josef Obermaier)
Algorithmen erzeugen einzigartige Holzoberflächen – jede wie ein Fingerabdruck. Mathematische Präzision trifft auf traditionelles Schreinerhandwerk.
Abbildung: Simon Vorhammer
FLOCK: Zwischen Filzhandwerk und Robotik mit Mareen Baumeister und Michael Hartl (Universal Robots)
Aus ungenutzter Schafwolle wird ein kreislauffähiger Hocker. Ein robotisches Werkzeug formt dreidimensionale Strukturen – rein mechanisch, monomateriell.
Abbildung: Mareen Baumeister
BSZ Selb: Fahrzeugdesign haptisch gestalten mit Wolfgang Purucker (Berufsfachschule für Produktdesign Selb)
Clay-Modell: Von der Hand zum Pixel: Dieses BMW-Konzeptmodell durchläuft den kompletten Designprozess – von händisch geformtem Ton bis zur fotorealistischen Visualisierung.
Abbildung: Darius Bulicke
Führung: Kopf, Hand Herz: Design trifft Handwerk mit Kilian Fabich & Sebastian Freudenberger (bayern design)
Unser Team lädt zu einer Führung durch die Ausstellung ein und stellt alle Exponate vor. Komm vorbei, wenn wir die Verbindung zwischen Design und Handwerk erlebbar machen!
TUM: Hanf-Baustoffe aus dem Designlabor mit Anton Scherer & Jonathan Wahl (TU München)
innoLith: Die Möglichkeiten biobasierter Materialien – TUM-Studierende erforschen, wie aus Hanf, Kalkpulver, Bausand und Gelatine per Hand gepresste Blöcke zum Bauen entstehen.
Abbildung: Anton Scherer & Jonathan Wahl
TUM: Baustoffe spielerisch neu denken mit Franziska Sorger (TU München)
WEAVE: Ein Kartenspiel, das anregt, Baustoffe und regionale Wertschöpfung neu zu denken und innovativen Anwendungen von bio-basierten Materialien zu erkunden
Abbildung: Franziska Sorger
Playground of Possibilities – meet the mcbw mit dem Team der munich creative business week
Von 4. bis 10. Mai 2026 veranstalten wir munich creative business week (mcbw), Deutschlands größter Designevent. Tausch dich mit uns zum neuen Jahresmotto „Playground of Possiblites“ aus!
TUM: Neue Netzwerke für Nutzhanf mit Johanna Roth & Laura Schieferdecker (TU München)
CarpetDiscussions: Ein von TUM-Studierenden getufteter Teppich, der süddeutsche Agrarlandschaften abbildet und als Gesprächsanstoß dient. So werden regionale Wertschöpfungsketten und Materialkreisläufe greifbarer.
Abbildung: Johanna Roth, Laura Schieferdecker
AUERBERG: Wenn IKEA zu AEKI wird mit Christoph Böninger (AUERBERG)
AEKI: Tritthocker, Nachttisch, Beistelltisch zugleich. Gewinkelte Beine sorgen für skulpturale Form. Gefertigt in Oberbayern – ein Möbel fürs Leben.
Abbildung: AUERBERG
Führung: Kopf, Hand Herz: Design trifft Handwerk mit Nadine Kussinger & Sebastian Freudenberger (bayern design)
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