18. Februar 2026

Hans Sau­er Preis 2026

Bis zum 28. April einreichen

Hin­ter­grund

Räu­me für das Gemein­wohl wer­den immer knap­per. Gleich­zei­tig ste­hen zahl­rei­che Gebäu­de aus ver­schie­de­nen Grün­den leer oder wer­den kaum genutzt – vom ver­las­se­nen Laden­lo­kal über unge­nutz­te Indus­trie­hal­len bis hin zu brach­lie­gen­den Grund­stü­cken. Leer­stän­de prä­gen nicht nur das Bild vie­ler Städ­te und Gemein­den, sie ver­ur­sa­chen auch erheb­li­che sozia­le und öko­lo­gi­sche Kosten.

Dabei steckt in sol­chen Räu­men gro­ßes Poten­zi­al – vor­aus­ge­setzt, sie wer­den erkannt, geöff­net und gemein­schaft­lich wei­ter­ge­dacht. Dafür braucht es inno­va­ti­ve Her­an­ge­hens­wei­sen und Pionier*innen, die die­se Wege gestalten.

Hans Sau­er Preis 2026

Der Hans Sau­er Preis 2026 wür­digt unter dem Mot­to „Com­mo­ning Spaces! – Räu­me fürs Gemein­wohl akti­vie­ren“ Initia­ti­ven und Pro­jek­te, die Raum­po­ten­zia­le mit krea­ti­ven Ansät­zen heben und Räu­me im Sin­ne des Gemein­wohls aneig­nen, umdeu­ten und trans­for­mie­ren. Gesucht wer­den Pro­jek­te, die mit inno­va­ti­ven Her­an­ge­hens­wei­sen neue Mög­lich­kei­ten schaf­fen und auf­zei­gen, wel­che For­men der Betei­li­gung dafür not­wen­dig sind.

Es sind Preis­gel­der in Höhe von ins­ge­samt 20.000 Euro aus­ge­lobt, wel­che von einer exter­nen Jury an drei bis fünf Pro­jek­te ver­ge­ben werden.

Oft sind Pro­zes­se der Nutz­bar­ma­chung nur durch neue Koope­ra­ti­ons­mo­del­le und For­men der Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Zivil­ge­sell­schaft, städ­ti­schen Akteur*innen, Eigentümer*innen und vie­len wei­te­ren Per­so­nen, Insti­tu­tio­nen und Grup­pen mög­lich. Sie erfor­dern Mut, Krea­ti­vi­tät und Durch­hal­te­ver­mö­gen. Genau die­ses Enga­ge­ment macht sie preiswürdig.

Aspek­te

Die fol­gen­den sie­ben Aspek­te gemein­wohl­ori­en­tier­ter Raum­ent­wick­lung bil­den als Ori­en­tie­rungs­rah­men eine Grund­la­ge für die Bewer­tung der Ein­rei­chun­gen zum dies­jäh­ri­gen Preis. Wenn nicht alle Aspek­te durch Ihr Pro­jekt bear­bei­tet wer­den oder wur­den, ist das kein Ausschlusskriterium.

Gemein­wohl­ori­en­tie­rung:
Das Pro­jekt wirkt über Ein­zel­in­ter­es­sen hin­aus und leis­tet einen lang­fris­ti­gen sozi­al-öko­lo­gi­schen Bei­trag für die (Stadt-)Gesellschaft. So för­dert es bei­spiels­wei­se die Nach­bar­schaft und den sozia­len Zusammenhalt.

Res­sour­cen­scho­nung:
Das Pro­jekt arbei­tet mit dem Bau­be­stand und setzt – wo mög­lich – auf Neu­nut­zung, Wie­der­ver­wen­dung und Umnut­zung von Anla­gen, Gebäu­den und ihren Bauteilen.

Krea­ti­vi­tät und Innovationsgehalt:
Das Pro­jekt geht mutig neue Wege und zeigt krea­ti­ve Ansät­ze und Lösun­gen im Umgang mit Raumpotenzialen.

Ko-pro­duk­ti­ve Prozesse:
Im Pro­jekt arbei­ten meh­re­re Akteure*innen mit unter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den und viel­fäl­ti­gen Per­spek­ti­ven zusam­men. Es wer­den aktiv Zugän­ge für unter­schied­li­che Ziel­grup­pen geschaffen.

Struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen und neue Allianzen:
Das Pro­jekt schafft neue Struk­tu­ren und ver­bind­li­che Koope­ra­ti­ons­mo­del­le. Dies kön­nen bei­spiels­wei­se gemein­wohl­ori­en­tier­te Betrei­ber­mo­del­le, Nut­zungs­ge­mein­schaf­ten oder gemein­schaft­li­che Eigen­tums­mo­del­le sein.

Wis­sens­auf­bau und ‑trans­fer:
Das Pro­jekt sam­melt gezielt Erfah­run­gen, macht eige­nes Wis­sen für ande­re Kon­tex­te nutz­bar und sorgt dafür, dass es wei­ter­ge­ge­ben wird.

Wir­kungs­ori­en­tie­rung:
Das Pro­jekt zielt dar­auf ab, lang­fris­ti­ge gesell­schaft­li­che Wir­kun­gen zu erzeu­gen und kann dies plau­si­bel darstellen.

Details

Anfor­de­run­gen an Einreichungen

Zur Ein­rei­chung auf­ge­for­dert sind Pro­jek­te, Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven aus Deutsch­land. Orga­ni­sa­ti­ons- oder Rechts­form spie­len kei­ne Rol­le – die Grup­pen müs­sen nicht ver­fasst sein. Die Projekte/Initiativen soll­ten ein fer­ti­ges Kon­zept vor­lie­gen haben und bereits ers­te Akti­vi­tä­ten pla­nen oder umge­setzt haben.

Für die Teil­nah­me am Wett­be­werb rei­chen Sie Ihr Pro­jekt bit­te über die­ses Ein­rei­chungs­for­mu­lar ein. Im Rah­men der Ein­rei­chung benö­ti­gen wir unter ande­rem fol­gen­de Infor­ma­tio­nen zu Ihrem Pro­jekt: Kon­takt­da­ten und Infor­ma­tio­nen zu etwa­igen Kooperationspartner*innen, eine Kurz­be­schrei­bung Ihres Pro­jekts sowie eine aus­führ­li­che­re Pro­jekt­be­schrei­bung. Wei­ter­hin wer­den Anga­ben zu im Pro­jekt betei­lig­ten Akteur*innen, zur Finan­zie­rung und zur Ver­ste­ti­gung Ihres Pro­jekts abge­fragt. Zusätz­li­che Doku­men­te (z. B. Bil­der, Skiz­zen, Plä­ne, Vide­os) kön­nen über einen im For­mu­lar bereit­ge­stell­ten Upload-Link hoch­ge­la­den wer­den. Dar­über hin­aus bit­ten wir Sie, Bezug auf die in der Aus­schrei­bung auf­ge­führ­ten Aspek­te gemein­wohl­ori­en­tier­ter Raum­ent­wick­lung zu nehmen.

Ein­rei­chungs­schluss ist Diens­tag, der 28. April 2026.

Für Rück­fra­gen wen­den Sie sich bit­te an Mar­le­ne Franck:
preis@hanssauerstiftung.de
Tel: +49 89 613 672 13

Preis­ver­lei­hung und Konferenz

Die Preis­ver­lei­hung fin­det im Rah­men einer drei­tä­gi­gen Kon­fe­renz vom 19. bis 21. Okto­ber 2026 an der Hoch­schu­le Mün­chen, Fakul­tät für Archi­tek­tur (Karl­stra­ße 6, 80333 Mün­chen) statt.

Sie möch­ten Ihr Wis­sen und Ihre Erfah­run­gen mit ande­ren Akteur*innen tei­len? Rei­chen Sie jetzt Ihre Bei­trags­idee für die Kon­fe­renz ein. Mög­lich sind z. B. Impuls­vor­trä­ge, Work­shops oder Per­for­man­ces & Instal­la­tio­nen. Infor­ma­tio­nen zur Kon­fe­renz und dem Auf­ruf zur Ein­rei­chung von Kon­fe­renz­bei­trä­gen fin­den Sie hier.