29. Juli 2026

Ein­rei­chung von Bei­trä­gen: Das Poten­zi­al von Designmethoden

Einreichungsfrist: 31. August 2026

Mit der Grün­dung des Munich Design Insti­tu­te (MDI) eta­bliert die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Mün­chen der­zeit ihr sechs­tes Inte­gra­ti­ves For­schungs­in­sti­tut. Als trans­dis­zi­pli­nä­re Platt­form ver­bin­det das MDI künf­tig zahl­rei­che aka­de­mi­sche Fach­be­rei­che und For­schungs­in­sti­tu­te an der TUM sowie Akteu­rin­nen und Akteu­re aus Design, Gesell­schaft, Wirt­schaft und Politik.

Das MDI ver­bin­det Design­for­schung und ‑pra­xis: Durch Design wer­den visio­nä­re, stra­te­gi­sche und umsetz­ba­re Lösun­gen für eine lebens­wer­te Zukunft erforscht, und damit die TUM-Agen­da 2030+ von „Socie­ty-Cen­te­red Rese­arch and Inno­va­ti­on“ in die Tat umge­setzt: Ursprüng­lich auf Form und Funk­ti­on fokus­siert, wer­den durch Design heu­te kom­ple­xe Sys­te­me, Erfah­run­gen, Orga­ni­sa­tio­nen und sogar poli­ti­sche Pro­zes­se gestal­tet. Design­for­schung schafft dabei Räu­me zur gemein­sa­men Ver­stän­di­gung und macht mul­ti­di­men­sio­na­le Her­aus­for­de­run­gen greif­bar. Basie­rend auf kon­kre­ten For­schungs­fra­gen und mit Metho­den wie Pro­to­ty­p­ing, Visua­li­sie­rung, Par­ti­zi­pa­ti­on, und Tech­no­lo­gie-gestütz­ter Design­for­schung ent­ste­hen im MDI in ite­ra­ti­ven und nicht-linea­ren Pro­zes­sen krea­ti­ve Ergeb­nis­se und Erkenntnisse.

Anläss­lich der offi­zi­el­len Eröff­nung des MDI sind For­schen­de aller Dis­zi­pli­nen zur Ein­rei­chung von Bei­trä­gen, die das Poten­zi­al von Design­me­tho­den für wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­ge­winn, Inno­va­ti­on und gesell­schaft­li­che Trans­for­ma­ti­on beleuch­ten, eingeladen.

Gesucht wer­den ins­be­son­de­re inter- und trans­dis­zi­pli­nä­re Bei­trä­ge zu einem oder meh­re­ren der vier fol­gen­den For­schungs­schwer­punk­te des MDI:

Gesund­heit, Wohl­be­fin­den und Pfle­ge (Clus­ter 1):
•Wel­che Rol­le spie­len Co-Design, Par­ti­zi­pa­ti­on und Inklu­si­on in Prä­ven­ti­on, Pfle­ge und Therapie?
•Wie las­sen sich digi­ta­le Gesund­heits- und Medi­zin­tech­no­lo­gien ver­ant­wor­tungs­voll gestalten?
•Wie kann durch Design die pati­en­ten­zen­trier­te Gesund­heits­for­schung und ‑ver­sor­gung unter­stützt werden?

Krea­ti­ve Räu­me und Orga­ni­sa­tio­nen (Clus­ter 2):
•Wel­che Design­an­sät­ze för­dern ler­nen­de, resi­li­en­te und nach­hal­ti­ge Organisationen?
•Wie kön­nen räum­li­che, mate­ri­el­le und sozia­le Kon­fi­gu­ra­tio­nen krea­ti­ve Zusam­men­ar­beit und orga­ni­sa­tio­na­les Ler­nen fördern?
•Wie kön­nen Orga­ni­sa­tio­nen krea­ti­ve Vor­stel­lungs­kraft in stra­te­gi­sche Hand­lungs­fä­hig­keit übersetzen?

Neue Tech­no­lo­gien (Clus­ter 3):
•Mit wel­chen Metho­den lässt sich die Ent­wick­lung von KI, Robo­tik, Daten­wis­sen­schaf­ten oder Bio­tech­no­lo­gien ver­ständ­lich, ver­trau­ens­wür­dig und gesell­schaft­lich ver­ant­wort­lich gestalten?
•Wel­che neu­en For­schungs­an­sät­ze ent­ste­hen an der Schnitt­stel­le von Design und KI?

Sozia­le und gesell­schaft­li­che Zukunft (Clus­ter 4):
•Wie kann Design zur Bewäl­ti­gung öko­lo­gi­scher, öko­no­mi­scher, sozia­ler oder poli­ti­scher Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se beitragen?
•Wel­che Metho­den unter­stüt­zen Future Liter­acy, Par­ti­zi­pa­ti­on und gesell­schaft­li­che Selbstwirksamkeit?
•Wie kön­nen unter­schied­li­che gesell­schaft­li­che Per­spek­ti­ven in For­schungs- und Inno­va­ti­ons­pro­zes­se inte­griert werden?

Bei­trags­ein­rei­chung

Hier kön­nen Sie sich als Refe­rent anmel­den sowie Ihre wis­sen­schaft­li­chen Abs­tracts einreichen.

Beson­ders will­kom­men sind noch nicht ver­öf­fent­lich­te Bei­trä­ge, die auf­zei­gen, wie For­schen­de durch Design­me­tho­den gesell­schaft­li­che Wirk­sam­keit errei­chen kön­nen. Ein­zu­rei­chen sind ein Abs­tract in deut­scher oder eng­li­scher Spra­che (max. 3.000 Zei­chen inkl. Leer­zei­chen). Die Kon­fe­renz­spra­chen sind Deutsch und Englisch.

Ein­rei­chungs­frist: 31. August 2026

Die durch ein wis­sen­schaft­li­ches Pro­gramm­ko­mi­tee aus­ge­wähl­ten Bei­trä­ge wer­den als Vor­trag (max. 20 Minu­ten) im Rah­men der MDI-Eröff­nungs­kon­fe­renz am 13. Novem­ber 2026 am For­schungs­cam­pus Gar­ching bei Mün­chen per­sön­lich prä­sen­tiert. Eine Ver­öf­fent­li­chung ist nicht geplant.

Im Pro­zess der Bei­trags­ein­rei­chung, legen Sie sich einen Benut­zer­ac­count an. Mit die­sen Log­in­da­ten kön­nen Sie sich jeder­zeit ein­log­gen, um Ihre Doku­men­te ein­zu­se­hen, Ihre per­sön­li­chen Daten oder Ihren Bei­trag zu überarbeiten.

Hin­weis: Die Ein­rei­chung eines Bei­trags ist kos­ten­los. Auch die Teil­nah­me an der Kon­fe­renz ist nach Annah­me durch das Komi­tee kostenfrei.

Nächs­te Schritte

Ihr Bei­trag wird im Rah­men des Peer-Review-Ver­fah­rens von unse­ren Gut­ach­te­rin­nen und Gut­ach­tern geprüft.  Wich­ti­ge Kri­te­ri­en sind:

•The­ma­ti­sche Passung
•Rele­vanz
•Metho­dik
•Ori­gi­na­li­tät

Rück­mel­dun­gen zum Ergeb­nis der Begut­ach­tung sowie das detail­lier­te Pro­gramm wer­den Mit­te Sep­tem­ber ver­füg­bar sein.

Kon­takt­per­son
Prof. Annet­te Diefenthaler
Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät München
Munich Design Insti­tu­te (MDI)
Walt­her-von-Dyck-Str. 14
85748 Garching

E‑Mail: mdi@tum.de