Mit unkonventionellen Herangehensweisen möchte das Projekt »Flaggenzeug« das Thema Beflaggung von überholter Symbolik lösen und neue kulturelle Muster schaffen. Halbjährliche künstlerisch-gestalterische Interventionen bieten Raum für einen spielerischen Umgang mit den Flaggen – am 31. März thematisiert Ayzit Bostan, Designerin und Professorin im Bereich Design textiler Produkte an der Kunsthochschule Kassel, das Thema »Pause« im Sinne von: Innehalten.
Das Motiv der beiden von Ayzit Bostan gestalteten Flaggen besteht aus dem Wort »Pause« und dem Pause-Symbol. Eine Pause ist mehr als eine simple Unterbrechung: Sie ist eine kritische, kreative und notwendige Intervention in die tägliche Praxis des Gestaltens, Lernens und Arbeitens. In einer Zeit, in der Leistung, Effizienz und ständige Verfügbarkeit oft zum Maßstab werden, stellt die Pause eine radikale Gegenbewegung dar: ein bewusstes Innehalten, das Raum schafft für Reflexion, Erholung und neue Ideen. Dabei ist »Pause« nicht gleichbedeutend mit Inaktivität – sie ist vielmehr ein wesentlicher Teil der Kreativität. Studierende und Kreative brauchen Pausen, um zu atmen, zu träumen, zu verarbeiten. Die beste Idee entsteht oft nicht im Arbeitsraum – sondern im Moment danach, in dem das Unbewusste wirkt, wo Verbindungen entstehen, die im ständigen Tun verpasst werden. Als präsentes Zeichen an der Fassade des historischen Zeughauses der Fakultät für Design werden die von Bostan gestalteten Fahnen zum Statement für die Anerkennung von Gesundheit als Grundlage kreativen Denkens und für die Würde des Nichtstuns. Als Spiel mit dem Klischee von studentischem Müßiggang machen sie deutlich, dass die Pause kein Defizit ist, sondern eine kreative Ressource – ein Moment des (produktiven) Innehaltens.
Das Projekt »Flaggenzeug« fordert einen spielerischen Umgang mit einem, gerade in Deutschland, geschichtlich belasteten Thema. Die Kuratierenden laden Kreativschaffende unterschiedlicher Disziplinen dazu ein, die historischen Fassade der Fakultät für Design auf unkonventionelle Weise zu bespielen, um neue Rituale und kulturelle Muster für ein identitätsstiftendes Objekt zu finden. Die Flaggen selbst werden so zum Ausstellungsstück und thematisieren individuelle kreative Positionen ebenso wie aktuelle gesellschaftliche Themen, technologische Veränderungen wie Künstliche Intelligenz, ästhetische Phänomene oder Materialinnovationen.
Projektkonzeption und Kuration: Tina Barankay und Prof. Markus Frenzl
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