Wenn sich das Jahr dem Ende neigt und die Tage ruhiger werden, ist es die ideale Zeit für Reflexion. Was hat die Designbranche 2025 bewegt, welche gesellschaftlichen Fragen standen im Mittelpunkt und welche Antworten konnten wir gemeinsam mit der bayern design-Community geben? Der Rückblick zeigt: Es war ein intensives, inspirierendes Jahr voller Austausch, Wissensbeiträge und neuer Verbindungen. Design kann nicht alle Probleme dieser Welt lösen, doch es ist ein kraftvoller Hebel für positive Veränderungen – und genau das wurde 2025 deutlich.
Die Stärke unserer Community zeigte sich in zahlreichen Begegnungen und Formaten, die den direkten Austausch zwischen Designer:innen und Industrie ermöglichten. Besonders eindrucksvoll war die erste Messe für Digitalagenturen in der Metropolregion Nürnberg, die in Kooperation mit dem Nürnberg Digital Festival ausgerichtet wurde. Sie widmete sich ganz dem Thema Digital Design Networking und brachte kreative Köpfe mit wirtschaftlichen Akteuren zusammen.
Die munich creative business week, seit 14 Jahren ein gefeiertes Event der Branche, fand erneut großen Anklang. Ein Höhepunkt war der mcbw design summit mit 25 Speaker:innen aus über zehn Nationen, bei dem 300 Teilnehmende Antworten auf die Frage „How to design a vibrant community?“ erhielten. Die Wirkkraft von Design in allen gesellschaftlichen Bereichen wurde hier ebenso deutlich wie die Verantwortung, soziale Folgen von Gestaltung mitzudenken. In angeregten Gesprächen während der anschließenden Feier wurden viele Impulse vertieft – ein Beweis dafür, dass Inspiration weit über Vorträge hinauswirkt.
Auch das Panel „Fashion Design as a Tool for Resilience“ im Haus der Kommunikation zeigte eindrucksvoll, wie Mode als kulturelles und soziales Werkzeug dazu beitragen kann, Gemeinschaften zu stärken.
Ein weiteres Highlight war unser alljährliches Netzwerktreffen in Nürnberg, das unter einem sommerlichen Abendhimmel Mitglieder, Unternehmer:innen, Hochschulvertreter:innen, Agenturen und Freelancer zusammenbrachte. Bei Musik, kühlen Drinks und intensiven Gesprächen wurde die Kreativität gefeiert und der Spirit der bayern design-Community einmal mehr spürbar.
Dass Design mit allen Sinnen erfahrbar ist, bewiesen die besonderen Formate im Bereich Experience Design. Marije Vogelzang und Sternekoch Felix Schneider ließen mit einer Fusion aus Meditation und Tasting die Zeit für einen Moment stillstehen. Gäste durchliefen akustisch abgeschirmt einen Parcours, spürten Formen, schmeckten Aromen und verstanden zugleich die Philosophie des Sternekochs: zur richtigen Zeit ernten und Zeit zum Reifen geben.
Die KI-basierte Installation „Gefühlsrauschen“ von Ives Peitzer, die beim Opening des Nürnberg Digital Festivals Premiere feierte, machte Gefühle sichtbar. Mithilfe von Gehirnwellensensoren übersetzte eine künstliche Intelligenz die Emotionen von drei Personen in Musik und Licht und eröffnete damit neue Perspektiven für die Rolle von KI im Design.
Social Design war 2025 ein zentrales Thema. Die Social Design Days stellten die Frage nach einem guten Leben in einer vielfältigen Gesellschaft und boten experimentelle Formate, die diese Herausforderung greifbar machten. In seiner Keynote betonte Jesko Fezer: „Es gibt kein unsoziales Design!“ Jede Form der Gestaltung sei gesellschaftlich eingebettet und hinterlasse Spuren. Diskussionen, Workshops und Design Jams machten das breite Feld Social Design erlebbar.
Auch die Ausstellung „design connects. Was kann Design?“ im Neuen Museum Nürnberg zeigte eindrucksvoll, wie Gestaltung Brücken baut, berührt und Zukunft ermöglicht und welchen Einfluss es auf die Gesellschaft hat – von innovativer Stadtplanung über ein Senioren-Tablet bis hin zu emotionalen Leitsystemen und Projekten für Palliativpatient:innen. Eine begleitende Publikation vertieft diese Themen und macht die Vielfalt der Ansätze sichtbar. Sie kann bei der Edition Emil bestellt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf inspirierenden Talks und Panels, die Perspektivwechsel ermöglichten. Mit der Event-Reihe „Spaces of Mobility“ beleuchteten wir gemeinsam mit Bayern Innovativ verschiedene Segmente der Mobilitätsbranche. Bei der ersten Veranstaltung im Steelcase Learning + Innovation Center drehte sich alles um das Thema Interiordesign von Fahrzeugen. Mit der „Mobilität für lebenswerte Städte“ beschäftigten wir uns auf dem zweiten Event im MINI Pavillion und diskutierten über eine flexible und nachhaltige Nutzung von Fahrzeugen ebenso wie über die konkrete Ausgestaltung von Quartieren und nutzerzentrierter Stadtarchitektur. Abschließend ging es in der Neuen Sammlung um digitale Entwicklungen: Ob Parkplatzsuche oder Carsharing-App – auch in puncto Mobilität wird digitale Unterstützung immer wichtiger. Die Diskussionen machten deutlich, dass der Mobilitätssektor enorme Chancen für Designer:innen bietet, um den Wandel ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich zu gestalten.
Die Open-house-Veranstaltung bei FLUID in München im Rahmen der Reihe „Creative Confluence“ zeigte, wie intuitive Nutzererlebnisse in Industrie und Medizintechnik geschaffen werden können. Das Fazit: Ein tiefes Verständnis für Prozesse und Nutzerführung ist ebenso entscheidend wie ein kohärentes Storytelling, das den B2B-User an die Hand nimmt.
In zwei Business Panels mit der IHK Schwaben und der IHK München wurde zudem die Rolle von Design als strategisches Werkzeug diskutiert. Themen wie KI in Unternehmensstrukturen und das Zusammenspiel von Design und Management verdeutlichten, dass Gestaltung längst kein „nice to have“ mehr ist, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor.
Um Designer:innen für die Zukunft zu stärken, startete 2025 die bayern design Academy. Mit praxisnahen Seminaren wie Designmanagement in Unternehmen, Design Futuring und dem Webinar im Januar zum Thema Barrierefreiheit bieten wir Professionals, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, ihre Expertise zu erweitern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Ergänzend dazu veröffentlichen wir regelmäßig Wissenstexte von Autor:innen aus unterschiedlichen Fachgebieten, die wertvolle Insights liefern und den Austausch zwischen Theorie und Praxis fördern.
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