Avant­gar­de – Gra­fik­de­sign im Aufbruch

Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich – bis 21. Februar 2027

Zwi­schen den Welt­krie­gen wird das Gra­fik­de­sign radi­kal erneu­ert: Kon­struk­ti­vis­mus, Neue Typo­gra­fie und Foto­gra­fie bestim­men die visu­el­le Spra­che die­ser Avant­gar­de. Ihre Wer­ke, etwa von El Lis­sitz­ky oder Jan Tschichold, inspi­rie­ren bis heute. 

Gra­fik, Foto­gra­fie und Typo­gra­fie prä­gen die ange­wand­te Avant­gar­de der Zwi­schen­kriegs­zeit. In den auf­kom­men­den moder­nen Mas­sen­me­di­en zeigt sich der Ein­fluss pro­gres­si­ver Kunst­strö­mun­gen. Gra­fik­de­sign wird zum Spie­gel gesell­schafts­po­li­ti­scher Uto­pien und for­ma­ler Inno­va­ti­on. Ein neu­es Sehen wird eingefordert!

Rund hun­dert Jah­re spä­ter blickt die Aus­stel­lung zurück auf die­se Pha­se des Auf­bruchs. Pla­ka­te des rus­si­schen Kon­struk­ti­vis­mus von El Lis­sitz­ky und Valen­ti­na Kulagi­na ste­hen neben Art-Déco-Arbei­ten von Adol­phe Mou­ron Cas­sand­re. Jan Tschicholds kla­re Typo­gra­fie trifft auf foto­gra­fi­sche Expe­ri­men­te von Lucia Moho­ly und Binia Bill. Sie alle ver­bin­det ein neu­er, ratio­na­ler Zugang zur Gestal­tung, der die bis­he­ri­gen, sub­jek­tiv-künst­le­ri­schen Sti­le und male­ri­schen Erzäh­lun­gen durch eine redu­zier­te Farb- und Form­ge­bung ersetzt.

Die Aus­stel­lung zeigt neben vie­len Pla­ka­ten, Col­la­gen oder Zeit­schrif­ten auch par­al­le­le Moder­ni­sie­rungs­ten­den­zen in Archi­tek­tur, Pro­dukt­de­sign, Thea­ter und Film. So illus­triert sie den Geist die­ser kur­zen, inten­si­ven Ära – die nach dem Zwei­ten Welt­krieg wei­ter­wirkt und die das Gra­fik­de­sign bis heu­te befruchtet.